Zischup-Kommentar

Das Zuhause im Wandel

Magnus Illner, Klasse 9b, Martin-Schongauer-Gymnasium, Breisach

Von Magnus Illner, Klasse 9b, Martin-Schongauer-Gymnasium & Breisach

Fr, 18. August 2017 um 14:23 Uhr

Schülertexte

Längst ist nicht nur das Telefon Smart, sondern auch der Fernseher und der Kühlschrank. Gut oder schlecht? Ein Kommentar von Magnus Illner aus der Klasse 9b des Martin-Schongauer-Gymnasiums in Breisach.

In beinahe jedem deutschen Haushalt werden mittlerweile Smartphones benutzt. Die Angebote an Apps sind zahlreich, allerdings nutzen nicht alle die Möglichkeiten, die uns die Geräte zur Verfügung stellen. Der neuste Trend geht sogar dazu, seine eigenen vier Wände zu vernetzen. Dieser Trend lässt sich mit dem Begriff "Smarthome" beschreiben: Intelligentes Zuhause. Die Steuerung des Heizungsthermostats oder die Aktivierung des Lichts kann beispielsweise neuerdings mit Hilfe von so genannten "Smarthome"-Geräten per Klick vom eigenen Smartphone erledigt werden. Viele dieser Geräte sind relativ erschwinglich, kinderleicht in der Handhabung und außerdem nicht allzu schwer zu installieren.

Im Sommer 2015 wurde in den USA ein Gerät namens "Amazon Echo" vorgestellt. Dieses Gerät aus der Entwicklerstube von Amazon sollte die Smarthome-Szene revolutionieren. Die Aufgaben, die zuvor das Smartphone übernommen hatte, werden mit Hilfe einer Sprachsteuerung direkt von dem Gerät umgesetzt. Dadurch ist es unter anderem möglich nach dem Wetter zu fragen, Musik abzuspielen, direkt bei Amazon zu bestellen und das Licht oder die Zimmertemperatur zu regeln.

Diese Geräte sollen uns den Alltag so angenehm wie möglich gestalten, indem sie Zeit sparen. Die Suche nach dem richtigen Musikalbum hat somit ein Ende und wir müssen nicht mehr das komplette Internet durchforsten, um an die wichtigsten Nachrichten zu gelangen. Kritiker befürchten allerdings, dass der Datenschutz nicht mehr ausreichend gewährleistet ist, und es so zum Missbrauch unserer persönlichen Informationen kommt. Vor allen Dingen im Bereich Sicherheit sehen viele Verbesserungsmöglichkeiten.

Auf der anderen Seite gibt es bereits Geräte, welche uns im Ernstfall das Leben retten können. "Nuvap N1" zum Beispiel misst Schadstoffe, erkennt Unregelmäßigkeiten und die Überschreitung von Grenzwerten. Daraufhin alarmiert es den Besitzer über das Smartphone. Die Entwicklung geht vermehrt in Richtung von Smarthome-Geräten und schon längst haben sie Einzug in unseren Alltag gehalten. Von einem Nischenmarkt hat sich die Szene auf den großen Märkten etabliert. Man muss sich trotz allem bewusst sein, dass man diesen Geräten sein persönliches Verhalten immer mehr offenbart. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er sein Eigenheim in Zukunft zum Smarthome umgestalten möchte.