Vegetarismus

Ohne Fleisch leben – kein Problem

Alina Meiworm, Klasse 8b, Kolleg St. Sebastian, Stegen

Von Alina Meiworm, Klasse 8b, Kolleg St. Sebastian & Stegen

Mi, 25. Juni 2014 um 12:28 Uhr

Schülertexte

Seit drei Jahren lebe ich vegetarisch und habe noch nie das Gefühl gehabt, dass ich etwas verpasse, oder dass mir etwas fehlt. Viele denken, es sei schwierig, ohne Fleisch zu leben, aber das ist es nicht. Wenn man sich erst einmal wirklich dazu entschlossen hat, ist es eigentlich ganz leicht.

Jeder kann für sich selbst entscheiden, auf was und aus welchen Gründen er darauf verzichten möchte. Deshalb gibt es auch ganz unterschiedliche Ausprägungen des Vegetarismus. Ich bin zum Beispiel eine Ovo-Lacto-Vegetarierin. Das bedeutet, dass ich zwar kein Fleisch und Fisch esse, aber trotzdem Milch- und Eierprodukte zu mir nehme. Diese Form ist auch die bekannteste. Eine andere Variante ist der Pescetarismus, bei dem kein Fleisch, aber trotzdem Fisch gegessen wird. Außerdem gibt es die Veganer, die überhaupt keine tierischen Produkte, das heißt kein Fleisch und Fisch, keine Eier, keine Milch und auch keinen Honig zu sich nehmen.

Es gibt auch verschiedene Gründe, Vegetarier zu werden. Ich wollte zum Beispiel nicht, dass Tiere für mich sterben müssen. Daraufhin habe ich angefangen, im Internet zu recherchieren und habe erschreckende Bilder von Massentierhaltung gefunden. Ich bemerkte, dass ich mit meiner Ansicht nicht alleine war und suchte nach Alternativen zu Fleisch. Bei meiner Suche fand ich auch einen Satz, der sich exakt mit meiner Einstellung deckte: "Tiere sind meine Freunde und ich esse meine Freunde nicht!"

Meine Familie hat zum Glück von Anfang an akzeptiert, dass ich vegetarisch leben will, und nie versucht, mich umzustimmen. Im Gegenteil, eigentlich haben sie durch mich erst manche "außergewöhnlichen" Gerichte und Rezepte entdeckt. Denn es gibt heute viele Möglichkeiten, Fleisch zu ersetzen. Am bekanntesten ist Tofu, das aus Sojabohnen hergestellt wird. Außerdem ist darauf zu achten, dass bestimmte, lebenswichtige Ernährungsbestandteile, wie Iod und Eisen, die sonst durch Fleisch- und Fischverzehr aufgenommen werden, nicht zu kurz kommen. Unter anderem durch Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen, kann dieser Mangel ausgeglichen werden.

Vegetarisch zu leben ist für mich mehr als eine Modeerscheinung, es ist meine Lebenseinstellung und ich habe mich lange und intensiv damit beschäftigt. Fleischlose Ernährung hat auch Vorteile für die Umwelt und wäre sicher für sehr viele Menschen geeignet. Nur wer generell kein Gemüse mag, sollte sich das wirklich genau überlegen.