Spielern ist Risiko zu hoch

Benedikt Hecht

Von Benedikt Hecht

Di, 20. Oktober 2020

Landesliga Nord

TuS Schutterwald II tritt nicht bei der HSG Hanauerland an.

Die Pandemie und die damit verbundene Frage, wie mit ihr im Idealfall umzugehen sei, sorgt zunehmend für Verunsicherung – auch bei den Handballern in der Region. So hat sich der Landesligist TuS Schutterwald II geweigert, zu der für Sonntag angesetzten Partie bei der HSG Hanauerland anzutreten. Grund dafür war weder ein Corona- noch ein Verdachtsfall. Vielmehr verweisen die Schutterwälder darauf, dass die halbe Mannschaft jener HSG aus dem Elsass kommt, das vom Robert-Koch-Institut am Donnerstag zum Risikogebiet erklärt worden war.

Die Entscheidung sei innerhalb der Mannschaft gefällt worden, heißt es von Seiten des TuS, da immer mehr Spieler Bedenken gehabt hätten, anzutreten. Der Verein nehme daher auch eine Niederlage per Wertung am grünen Tisch sowie eine Geldstrafe in Kauf, heißt es weiter. Nach dem Reglement hätte die Partie durchaus stattfinden können. Aufenthalte von weniger als 24 Stunden Dauer sind von den geltenden Quarantäne- und Einreisemaßnahmen ausgenommen. Spieler aus dem Elsass dürfen daher nach bisherigem Stand für ihre Vereine in Deutschland antreten.

Dementsprechend verwundert zeigen sich die Hanauerländer über die Schutterwälder Entscheidung, da die HSG bereits im Laufe der vergangenen Woche um eine Spielverlegung gebeten habe, heißt es von HSG-Seite. Dem Club sei die Problematik um den Einsatz seiner französischen Spieler zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst gewesen. Zudem befand sich die zweite Mannschaft der HSG in Quarantäne. Der TuS habe vergangene Woche allerdings signalisiert, dass die Partie stattfinden soll.