Immer wieder sonntags gewinnen die Eisvögel

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 27. Januar 2020

USC Eisvögel

Beim Tabellenzweiten Wasserburg siegt der USC mit 70:60.

WASSERBURG/FREIBURG. Die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg scheinen – ähnlich wie in der vergangenen Saison – auf Sonntagsspiele spezialisiert zu sein. Denn eine Woche nach dem 80:64-Heimerfolg gegen den SV Halle trumpften die Eisvögel nun erneut sonntags auf. Beim elfmaligen deutschen Meister und aktuellen Tabellenzweiten TSV Wasserburg siegte die Equipe aus dem Breisgau überraschend und erstmals seit 2012. Mit 70:60 (21;18, 18:20, 19;7, 12:15) gewann das Team der Trainerinnen Hanna Ballhaus/Isabel Fernandez.

Es war erst der zweite Auswärtserfolg des USC in einem Punktspiel in dieser Saison. Durch den Sieg am 15. von 22 Hauptrundenspieltagen verbesserten die Südbadenerinnen ihre ohnehin nicht schlechten Chancen, in die Playoffs der besten acht Mannschaften der Zwölfer-Liga einzuziehen. In der Tabelle stehen die Eisvögel nun auf dem siebten Rang. Und ganz wichtig: Der Abstand zu einem Nicht-Playoffrang ist auf sechs Zähler angewachsen.

"Das war unsere wohl konzentrierteste und beste Auswärtsleistung", kommentierte Hanna Ballhaus das Spiel im Badria-Sport- und Freizeitzentrum. Immer wieder zwangen die Eisvögel den Gastgeber zu schwierigen Würfen, die zu einer niedrigen Trefferquote der Wasserburgerinnen führte. Außerdem gewann vor 600 Zuschauern die dynamische Luana Rodefeld (18 Punkte) das Duell gegen ihre Nationalmannschaftskollegin Svenja Brunckhorst (11 Zähler). Und die Eisvögel hatten zudem Jessica Genco in ihren Reihen: Die lediglich 1,62 Meter große US-amerikanische Aufbauspielerin absolvierte ihre beste Partie im Dress des USC Freiburg. Klug führte sie Regie, glänzte mit Vorlagen, in wichtigen Phasen punktete sie dieses Mal auch selbst. Und als ob das nicht schon genug wäre, stibitzte sie auch einige Male den Wasserburger Akteurinnen den Ball.

Nach der knappen 39:38-Halbzeitführung zog der USC im dritten Viertel zunächst auf 48:38 und dann auf 56:42 davon. Selbst als es dem deutschen Serienmeister noch mal gelang, den Rückstand in den einstelligen Bereich zu drücken, behielten Kapitänin Rodefeld und Co. die Ruhe: Offensivaktionen wurden fast bis zum Ende der 24-sekündigen Angriffszeit geduldig ausgespielt und dann erfolgreich abgeschlossen.

Am kommenden Wochenende können die Eisvögel ihre Vorliebe für den siebten Tag der Woche übrigens erneut beweisen. Dann spielen sie in der heimischen Unihalle gegen das Team aus Osnabrück – erneut an einem Sonntag (16 Uhr).

Der USC Freiburg spielte mit: Fuehring (15 Punkte), Rodefeld (18/davon 1 Dreier), Wieczorek, Breen (5/1), Kranzhöfer, Genco (11/3), Kapitza (2), Hart (14), P. Mayer (5/1), Kambach.