Kohfeldt will noch nicht rechnen

dpa

Von dpa

Sa, 17. Oktober 2020

1. Bundesliga

DER GEGNER: Bremen startet mit sechs Punkten in die Saison.

(dpa/BZ). Stürmer Milot Rashica steht vor einem Comeback beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. Nachdem ein Wechsel des Kosovaren zu Bayer Leverkusen kurz vor Ende der Transferperiode geplatzt war, wird der Stürmer sehr wahrscheinlich im Kader für das Spiel beim SC Freiburg stehen. "Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht. Auch vom Kopf her", sagte Trainer Florian Kohfeldt. Rashica erhielt nach seinem Verbleib an der Weser zwei freie Tage zur Verarbeitung, danach trainierte er weiter. "Ich konnte nicht feststellen, dass er sich hängenlässt", sagte der Bremer Coach, gestand aber: "Natürlich ist die Situation nicht einfach für ihn. Meine Aufgabe als Trainer ist es, dass sein Kopf nach dieser unbefriedigenden Transferperiode frei ist."

Neben Rashica stehen auch die Langzeitverletzten Kevin Möhwald und Ömer Toprak vor der Rückkehr in den Kader, auch wenn beide Profis noch keine Kandidaten für einen Einsatz über die komplette Spielzeit sein werden. "Alle stehen zur Verfügung", merkte Kohfeldt freudig an.

Mit sechs Punkten nach drei Spieltagen steht Werder nach einer schwierigen Vorsaison aktuell ganz gut da. Doch davon will sich Kohfeldt nicht blenden lassen. "Wir tun gut daran, nicht zu rechnen. Stattdessen müssen wir weiterhin in jedem Spiel ans Limit gehen, um in der Bundesliga zu gewinnen", so der Coach, der die Stärken des Gegners deutlich hervorhebt: "Freiburg ist eine kompakte Mannschaft, sie spielen sehr direkt nach vorne, definieren sich stark darüber, schnell ins letzte Drittel zu spielen – das ist eine Herausforderung."

Die Statistik spricht für die Bremer. In insgesamt 40 Bundesliga-Spielen erreichte Werder gegen Freiburg 23 Siege, acht Remis und neun Niederlagen, woraus sich eine Siegquote von 57 Prozent ergibt. Zudem gewann Freiburg wettbewerbsübergreifend nur eines der vergangenen acht Spiele gegen die Werderaner (3 Remis, 4 Niederlagen).

Weitere Partien des vierten Bundesliga-Spieltags: Hoffenheim – Dortmund, Hertha BSC – Stuttgart, Mainz – Leverkusen, Augsburg – Leipzig (alle Sa., 15.30 Uhr); Bielefeld – München (Sa., 18.30 Uhr), Mönchengladbach – Wolfsburg (Sa., 20.30 Uhr); Köln – Frankfurt (So., 15.30 Uhr); Schalke – Union Berlin (So., 18 Uhr).