Fußball

Spielerinnen setzen starke politische Statements bei der Frauen-WM

Frank Hellmann

Von Frank Hellmann

Mi, 26. Juni 2019 um 18:44 Uhr

Sportpolitik

BZ-Plus Die Weltmeisterschaft in Frankreich ist auch ein Vehikel, mit denen die Fußballerinnen für ihre Überzeugungen eintreten. Die US-Amerikanerin Megan Rapinoe, die gegen Trumps Politik protestiert, ist nicht die einzige.

Jede Pore zoomt die Fernsehkamera heran, wenn bei der Frauen-WM das Abspielen der Nationalhymne bevorsteht. Niemand bringt in diesem Moment dann mehr Pathos ins Spiel als die US-Amerikanerinnen. Stramm in Reih und Glied stellt sich der Rekordweltmeister auf, zuerst erscheint die ganz außen stehende Crystal Dunn. Die Linksverteidigerin ist meist die einzige dunkelhäutige Spielerin in der Startaufstellung. Ihre Hand liegt auf der Brust, und sie singt kräftig mit. Dann wandert das Bild weiter, von Samantha Mewis über Alex Morgan, einem Superstar des amerikanischen Sports, bis zur Torhüterin Alyssa Naeher.

Bis dahin hat die Regie, die für alle TV-Sender das Weltbild erstellt, auch Fans auf der Tribüne eingeblendet. In derselben Haltung. Mit derselben Leidenschaft. Patriotismus gehört für viele zum amerikanischen Lebensgefühl. Nur wenn Megan Rapinoe als letzte erscheint, verändert sich vieles: Statt einem rosafarbenen Haarband trägt sie lilafarben getönte Haare. Ihre Lippen sind wie ein Strich. Die Kapitänin singt nicht. Mit Absicht.

Rapinoes Aufbegehren ist mutig – anders als in Europa zahlt nicht der Verein, sondern der US-Fußballverband
Zuletzt hat der Reporter des französischen Senders TF1 das politische ...

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