DFB-Pokal

Freiburg bezwingt Stuttgart im DFB-Pokal mit 2:1 – und steht im Achtelfinale

Michael Dörfler , Bernhard Amelung

Von Michael Dörfler (Spielbericht), Bernhard Amelung (Liveticker)

Mi, 25. September 2013 um 20:10 Uhr

SC Freiburg

Oliver Baumann ist der Pokal-Held des Abends. Der Freiburger Keeper hat einige einhundertprozentige Chancen der Stuttgarter abgewehrt. Am Ende gehen die Breisgauer mit einem 2:1-Sieg gegen den VfB vom Platz. Der SC Freiburg steht damit im Achtelfinale.

"Ein bisschen Hass schwingt da immer mit"? Vor dem Anpfiff der Partie im nicht ganz vollen Mage-Solar-Stadion herrschte unter vielen Besuchern etwas Verwunderung. Was hatte Thomas Schneider, der Coach der Schwaben, mit diesen nicht gerade deeskalierend anmutenden Worten sagen wollen? Wollte er seine Spieler vor der Zweitrundenpartie im DFB-Pokal heiß machen, wie es so schön heißt? Oder wollte er gar die Fans der Schwaben etwas anheizen, die am Mittwochabend den Trip gen Baden auf sich genommen hatten? Für den VfB jedenfalls war die Marschroute klar: "Es wäre eine Überraschung, wenn wir ausscheiden würden." Auch ein Spruch. Auch einer von Thomas Schneider.

Der Sportclub schien sich von solchen Scharmützeln nicht anstecken lassen zu wollen. Die Mannschaft, von Trainer Streich auf drei Positionen gegenüber dem Berlin-Spiel verändert (für Diagne, Kerk und Freis rückten Krmas, Coquelin und Hanke in die Startelf), legte zügig los – und schoss auch gleich ein Tor (4.). Doch Hanke stand nach Coquelins Pass deutlich im Abseits. Zwei Minuten später stand Mehmedi goldrichtig, seine Direktabnahme prallte aber von Schwaabs Bein ab. Es ließ sich also gut an, an der Dreisam, aber das war bei den zurückliegenden Ernüchterungsspielen auch nicht anders gewesen.

Die Freiburger machten also vor stimmungsvoller Kulisse das Spiel (Fotos: SC Freiburg gegen VfB Stuttgart: 2:1), angetrieben von den nimmermüden Fernandes und Mehmedi, während die Stuttgarter offenbar auf ihre Kontermöglichkeiten warteten. Jedenfalls war die diesbezügliche Absicht nicht zu übersehen. Immer wieder wurde versucht, die lauernden Ibesivic, Harnik und Abdellaoue mit langen Bällen zu füttern.

Mit zunehmender Spielzeit konnte sich so die SC-Defensive dann auch nicht über mangelnde Arbeit beklagen. Stuttgarts gesteigerter Eifer kreierte dann auch Chancen. Ibisevics gefährlicher Kopfball (38.) nach Ecke von Rausch war eine davon. Haareraufen dann auf der anderen Seite, als ausgerechnet der freundlich begrüßte frühere Freiburger Daniel Schwaab eine gute Chance von Hanke (41.) vereitelte. Das Spiel war jetzt ausgeglichen. Die Zuschauer bekamen einen intensiven Pokalfight zu sehen, Wünsche blieben wenig offen.

Weitgehend zufriedene Gesichter gab’s dann auch auf den Tribünen zur Halbzeit. Die These scheint sich zu bewahrheiten, dass das Freiburger Kollektiv mit zunehmender Spielpraxis immer besser zueinander findet. Lediglich im Angriff wünscht ...

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