Franke unterliegt und verlässt Uni-Kommission

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Fr, 02. März 2012

Sportpolitik

Der Doping-Bekämpfer scheitert vor Gericht gegen Olympiaarzt Georg Huber und tritt sechs Stunden später aus der Freiburger Untersuchungskommission aus.

FREIBURG. Doping-Bekämpfer Werner Franke hat vor dem Freiburger Landgericht eine Niederlage erlitten. Er darf auch künftig nicht behaupten, dass der ehemalige Olympiaarzt Georg Huber aus Freiburg Radsportler gedopt habe. Franke will Berufung gegen das Urteil einlegen. Am Abend erklärte er außerdem seinen Austritt aus der Untersuchungskommission der Albert-Ludwigs-Universität.

Das Landgericht wies eine Klage des Heidelberger Molekularbiologen am Donnerstag ab. Franke hatte einen Vergleich aus dem Jahr 2007 angefochten. Damals musste sich der 71-Jährige verpflichten, künftig nicht mehr zu behaupten, dass der ehemalige Radsport- und Olympiaarzt der Freiburger Sportmedizin junge Radfahrer in den 1980er-Jahren systematisch mit leistungssteigernden Medikamenten versorgt habe. Seither musste Franke die von Huber erzwungene Formulierung wählen, dieser habe lediglich "einzelnen U-23-Straßenradfahrern" das Medikament Andriol "zum Ausgleich der Dysbalance" verabreicht – also nicht um zu dopen, sondern um die Gesundheit der Fahrer zu schützen.

Franke hat es laut Landgericht versäumt, rechtzeitig anzufechten
Franke focht den Vergleich im vergangenen Jahr an und berief sich dabei auf neue Aussagen des früheren Bahnradfahrers Robert Lechner. Der Bronzemedaillengewinner der Olympischen Sommerspiele von Seoul 1988 hatte detaillierte Pläne darüber vorgelegt, wie Huber ihm 1987 und 1988 eine ganze Palette von Medikamenten zur Leistungssteigerung verabreicht habe – neben ...

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