Die Wutach soll ihr Korsett abstreifen dürfen

Andreas Mahler

Von Andreas Mahler

Sa, 23. Dezember 2017

Stühlingen

Planungen sehen die Entwicklung einer Flussauenlandschaft durch Eigendynamik an der deutsch-schweizer Grenze zwischen Stühlingen und Weizen vor.

STÜHLINGEN. Seit den späten 1990er Jahren ist die Renaturierung der Wutach zwischen der Ehrenbachmündung in Weizen und der ehemaligen Mülldeponie in Stühlingen auf dem Planungstisch des deutsch-schweizerischen Gewässerausbaus. Vor über 100 Jahren hatten Wasserbauingenieure die Wutach in diesem Abschnitt durch einen trapezartigen Aushub in ein festes Flussbett gebracht. Jürg Schulthess vom Baudepartement Schaffhausen hielt einen vieldiskutierten Vortrag zur Renaturierung.

Die Ufer der Wutach waren ehemals also zwischen Stühlingen und Weizen durch ein Korsett aus Steineinfassungen befestigt. Seither war die Wutach hier schnurgerader Grenzfluss. Grenzbereinigungen, Hochwasserschutz und Gewinnung von Ackerland waren damals zielführend. In den 1980er Jahren hat sich die Philosophie des Gewässerausbaus allmählich verändert. Dort wo es möglich war, sollten die Flüsse wieder in die Breite mäandern können. Dadurch würde der Grundwasserspiegel in den Gestaden wieder steigen und Auenwald entstehen. Hochwasser hat dann bereits in den Oberläufen eine natürliche Rückzugsmöglichkeit.

Renaturierungsmaßnahmen sind heute möglich, weil der Hochwasserschutz und die Gewässerökologie gleichberechtigt finanziell bedacht werden, so Oliver Stenzel, der im Regierungspräsidium für die Gewässerentwicklung zuständig ist. Er begrüßte zu einer Infoveranstaltung im Sitzungssaal des Gemeinderats Stühlingen.

Renaturierungsprojekt
Jürg Schulthess vom Baudepartement Schaffhausen nannte das ...

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