Kreisliga A

SV Schapbach sichert sich in Allmannsweier die Meisterschaft

Benedikt Hecht

Von Benedikt Hecht

Mo, 09. Mai 2022 um 17:26 Uhr

Kreisliga Ortenau

Daran gezweifelt hatte niemand mehr, am Sonntag fiel nun die Entscheidung. Durch einen 2:0-Erfolg bei der SG Nonnenweier-Allmannsweier sicherte sich der SV Schapbach den Titel.

25 Siege und drei Remis bei 133:29 Toren stehen auf dem Konto der Schapbacher, ihr Vorsprung auf den Tabellenzweiten SG Dörlinbach-Schweighausen beträgt fünf Spieltage vor Saisonende 18 Zähler.

Es ist schon eine ungewöhnliche Idee, die Ivelin Momchilov am Sonntag hatte. Da gastiert mit dem SV Schapbach der Ligaprimus auf dem Sportplatz in Allmannsweier und der Trainer der SG Nonnenweier-Allmannsweier probiert mal was komplett Neues. Mit Dreier- statt einer Viererkette in der Defensive ließ Momchilov die SG in die Partie starten. "Ein-, zweimal haben wir während eines Spiels schonmal auf Dreierkette umgestellt, aber es nie für längere Zeit ausprobiert", so der Coach. Den SVS überraschte sein Team mit der Variante. "In der ersten Hälfte hat das richtig gut funktioniert und Schapbach hat auch keine Mittel gegen uns gefunden." So ging es mit 0:0 in die Pause. Im zweiten Durchgang konnte die SG dem Druck des neuen Meisters dann jedoch nicht mehr standhalten. Lukas Weis (62.) und Jonas Schmid (70.) trafen für den Gast. "Wichtig war mir, dass wir nicht wie im Hinspiel vier Tore kassieren", so Momchilov. Der Plan sei daher aufgegangen. Der Spielertrainer ärgerte sich jedoch über die Gelb-Rote Karte, die er in der vierten Minute der Nachspielzeit sah. "Zweimal Gelb wegen motzen, das darf mir als Coach nicht passieren", so Momchilov. In seiner bulgarischen Muttersprache hatte der 32-Jährige geflucht. "Natürlich muss ich jetzt auch die Strafe von 50 Euro in die Mannschaftskasse zahlen, da gibt es für mich als Trainer keine Ausnahme", sagte er.

Kein schönes Spiel sahen die Zuschauer beim 1:0-Erfolg des SC Kappel über den SV Diersburg. "Man hat beiden Mannschaften angemerkt, um was hier geht", sagte SCK-Coach Ullrich Konradt. Um einen neuen Impuls im Abstiegskampf zu setzen, tauschte Konradt den Torhüter, Nico Becker stand so diesmal wieder zwischen Pfosten. "Entscheidend war auch, dass wir den Diersburger Topstürmer Julian Kälble in den Griff bekommen haben. Er hatte so gut wie keine Torchance", fügte Konradt an. Wobei Torchancen auf beiden Seiten am Sonntag Mangelware waren. Bastian Bodnik nutze jede eine der wenigen Gelegenheiten und avancierte mit seinem 1:0 (69.) zum Matchwinner auf Seiten des SCK. Die Kappeler überholten durch die drei Punkte den SVD in der Tabelle und stehen nun auf Rang 13.

Nicht glücklich zeigte sich Claudio Braun, Trainer des FV Ettenheim nach der 3:4-Niederlage beim SV Mühlenbach. Dreimal gingen die Ettenheimer in Führung, kassierten aber jedes Mal den Ausgleich und mussten in der dritten Minute der Nachspielzeit sogar noch das vierte Gegentor hinnehmen. "Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir 70 Minuten in Unterzahl agiert haben", sagte Braun. Innenverteidiger Nicolas Schrempp sah nach einer unglücklichen Aktion die Rote Karte (19.). Der Trainer war gezwungen umzubauen, brachte Julian Singer für Michael Geppert, um die Abwehr zu stabilisieren. "Man darf nicht vergessen, dass Mühlenbach im Rennen um Platz zwei ist, die wollen an den Aufstiegsspielen teilnehmen. Mit zehn Mann haben wir uns sehr gut verkauft, auch wenn mich das 3:4 ärgert", so Braun.

Einen Dämpfer im Kampf um Platz zwei musste die SG Dörlinbach-Schweighausen bei der SG Gengenbach/Reichenbach hinnehmen. Nach Toren von Georgios Kalafatis (17.,48.) setzte sich der Gastgeber am Ende verdient mit 2:0 durch.

Auch beim SC Orschweier herrschte nach dem 2:2 beim SV Hausach keine Jubelstimmung. "Vor dem Spiel hätte ich einen Punkt sofort genommen", sagte Trainer Kevin Mootz. IM Nachhinein ärgerte ihn, dass seine Mannschaft durch zwei individuelle Fehler kurz vor der Pause noch das Spiel aus der Hand gab.