Premiere

Thorleifur Örn Arnarsson zertrümmert in Basel Schillers "Räuber"

Martin Halter

Von Martin Halter

Fr, 29. März 2019 um 19:50 Uhr

Theater

Thorleifur Örn Arnarsson gilt als Berserker des Theaters. Folgerichtig hat er in Basel Schillers "Räuber" zertrümmert. Trotzdem bleibt die Inszenierung im Niemandsland stecken.

Die Neonschrift im Bühnenhimmel verheißt "Trost", aber der ist an diesem Abend nicht in Sicht, weder politisch noch ästhetisch. Im Gegenteil: Der isländische Anarcho-Wikinger Thorleifur Örn Arnarsson zertrümmert den alten Schiller buchstäblich. Drei große Schiller-Statuen aus schneeweißem Gips und Marmor stehen auf der Bühne herum. Die eine, auf dem Sockel eines mit Grabkerzen und Lilien geschmückten Schiller-Denkmals, erinnert daran, dass der klassizistische Edelgeist mausetot ist (aber noch lebendig genug, um Vater Moor am Ende zu zerquetschen). Die andere Schiller-Statue wird so lange mit Räuber-Stinkefingern, Trommelschlägeln und zuletzt mit dem Vorschlaghammer traktiert, bis vom Wahren, Schönen und Guten nur noch ein Trümmerhaufen übrig ...

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