Wohlfühlen in Wotans Wohnzimmer

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Fr, 01. Juni 2012

Theater

Abschied von Walhall: Notizen und Beobachtungen zum Finale des Freiburger "Ring des Nibelungen".

Das ist immer wieder so ein Gänsehautmoment: Nach all dem aufwallenden Motivgewusel stimmt das Orchester in der "Götterdämmerung" ein letztes Mal das so genannte Erlösungsmotiv an – sieben 12/8-Takte in tröstendem Des-Dur, ein finaler stimmiger Tutti-Akkord, den die Bläser wie eine gewaltige Orgel hinaustragen dürfen in die ungewisse Zukunft. Und dann, sekundenlange Stille, in der man Zeit hat, die feuchten Augen zu trocknen, bevor der Beifallssturm losbrandet. Jetzt ist die Reset-Taste gedrückt in Richard Wagners Weltendrama, alles auf null gestellt nach vier Abenden "Der Ring des Nibelungen". Oder anders ausgedrückt: Es könnte wieder von vorne losgehen, mit einem neuen Zyklus. Wird es aber nicht, definitiv nicht.

Es dämmert und ruft! (Rheingold)
Nach mehreren Einzelabenden und vier zyklischen Aufführungen beendet das Theater Freiburg sein größtes Abenteuer der vergangenen Jahre. Dabei hätte es erst nur ein kleiner ...

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