Hermanns Erzählungen

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 11. März 2013

Theater

Gefühlssinfonik: Eva-Maria Höckmayr inszeniert, Fabrice Bollon dirigiert Tschaikowskys "Pique Dame" am Theater Freiburg.

Hermann ist ein Kind der Romantik. Eine dieser fragilen Existenzen, die, wie der britische Germanist Roger Paulin schreibt, "sehr leicht ins Dämonisch-Fratzenhafte, ja ins Verbrecherische abgleiten" können. Womit Alexander Puschkins phantastisch-hoffmanneske Erzählung "Pique Dame" im Kern beschrieben ist. Der romantisch-schwärmerische Held verliert durch seine Obsession zum Spiel jeglichen Halt – Hermanns tragisches Ende ist programmiert.

Peter Tschaikowsky findet dafür in seiner gleichnamigen Vertonung der Erzählung eine großartige Musiksprache; Hermann stirbt, nachdem er alles auf die falsche Karte As gesetzt hat, ganz für sich allein inmitten der Gesellschaft, nur von einem absteigenden Ganztonmotiv von Klarinette und Fagott und Streichertremoli begleitet, bevor die Männer des Chors zum ...

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