Trittfest bei Sauwetter in der Türkei

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 26. Februar 2020

Mountainbike

Breitnauer Mountainbiker Simon Gutmann und Paul Latus überzeugen bei Etappenfahrt in Alanya.

ALANYA (agut). Der Winter ist kein Thema mehr für die Mountainbiker des von Andrea Gutmann geleiteten Breitnauer Bike-Cases-Merida-Rennstalls. Bei einem viertägigen Etappenrennen im türkischen Alanya fuhr Simon Gutmann auf Rang 16 der Gesamtwertung, sein neuer Teamkollege Paul Latus aus Tübingen wurde 22. Zum Auftakt galt es, kaum dass sie das Flugzeug verlassen und fix eingecheckt hatten, ein Zeitfahren zu bestreiten, das Gutmann als 19. und Paul Latus als 26. beendete.

Am zweiten Renntag schüttete es wie aus Kübeln. Dennoch lief es für beide deutlich besser als beim Auftakttag. Simon Gutmann überraschte mit Rang zwölf und war dementsprechend glücklich mit diesem tollen Ergebnis: "Es war mega heftig, bei dieser Weltuntergangsstimmung zu fahren. Die Strecke wurde auch auf Grund der sturzbachartigen Regenfälle verkürzt, das Wetter kam mir aber entgegen, es lief bei mir richtig gut." Gutmann, der bei Trainingslagern in den den vergangenen Wochen viele Kilometer auf der Straße und im Gelände geschrubbt hatte, fühlte sich "so richtig im Langstreckenrhythmus." Auch für Teamkollege Paul Latus gab es eine deutliche Steigerung. Er konnte sich nach kurzem Umweg gleich um fünf Plätze verbessern und landete auf einem soliden 21. Platz. "Leider bin ich einmal falsch abgebogen, dann aber direkt umgedreht", so Latus.

Statt wie geplant als 60 Kilometer langer Marathon, wurde die dritte Etappe angesichts des erneut miserablen Wetters als Short Race auf der Zeitfahrstrecke ausgefahren. Simon Gutmann hatte sich sehr auf die Langstrecke gefreut, auf der verkürzten Etappe konnte er sein Potential nicht ganz wie erhofft abrufen. Gerade mal 30 Sekunden fehlten ihm auf Platz 15, am Ende wurde der Breitnauer 20., Paul Latus kurbelte auf den 22. Platz. Am Finaltag stand noch einmal ein richtig hartes Rennen auf dem Programm. Der Cross-Country-Kurs mit einer sehr anspruchsvollen 4,7 Kilometer langen Strecke war acht Mal zu bewältigen. Simon Gutmann konnte sich in der Gesamtwertung um einen Platz verbessern und 15 Weltranglistenpunkte verbuchen. "Es war ein richtig brutaler Wettkampf mit einer fast zweistündigen Rennzeit. Von Anfang an war das Tempo extrem hoch, für Körper, Material und auch mental einfach voll am Limit", so Gutmann. "Ich konnte mich ganz gut schlagen und freue mich sehr über meinen 16. Gesamtplatz."

Paul Latus wurde nach vier anstrengenden, intensiven Tagen mit sechs Weltranglistenpunkten belohnt und landete in der Gesamtwertung auf dem 22. Platz. Zu Beginn der Finaletappe stürzte er nach einer Kollision mit einem anderen Fahrer, fand dann aber einen guten Rhythmus.