Vereinswechsel im Frühjahr eingeschränkt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 26. Januar 2021

Regio-Fußball

Im südbadischen Fußball wird Sechs-Monate-Regel ausgesetzt.

(BZ). Die lange Spielpause wegen der Corona-Pandemie wird im Amateurfußball nicht das Fenster für massive Vereinswechsel bei einem möglichen Re-Start im Frühjahr öffnen. Der Vorstand des Südbadischen Fußballverbands hat im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen, die Sechs-Monate-Regel zur Erteilung der Spielerlaubnis für einen neuen Verein vom 2. Februar bis zum Saisonende am 30. Juni 2021 auszusetzen.

Nach einer Frist von sechs Monaten erlaubt die Spielordnung eigentlich den Wechsel eines Fußballers zu einem neuen Club, ohne dass der abgebende Verein dem zustimmen muss. Weil der Spielbetrieb in Südbaden seit Ende Oktober 2020 ruht, könnten wechselwillige Akteure damit Ende April 2021 bei einem neuen Verein ohne das Go ihres alten Clubs einsteigen. "Zu befürchten wären erhebliche Bewegungen auf dem Transfermarkt und damit Wettbewerbsverzerrungen ab dem Zeitpunkt eines absehbaren Re-Starts", erklärt der Verband sein Eingreifen für die laufende Runde. Wollen Spieler also bei einem möglichen (und zeitlich weiter vollkommen offenen) Wiederbeginn im Frühjahr in einer neuen Mannschaft anheuern, benötigen sie das Okay ihres bisherigen Vereins. Diese Regelung betrifft auch den Jugendbereich.

Nicht davon tangiert ist die noch bis Ende Januar laufende Wechselperiode II. Spieler, die bis dahin für ihren bisherigen Verein in den vergangenen sechs Monaten keine Pflichtspiele mehr absolviert haben (zum Beispiel wegen Verletzungen), können ohne Abgabe-Erlaubnis des alten Clubs sofort woanders neu einsteigen. Die Wechselperiode II läuft vom 1. Januar bis zum 31. Januar. Innerhalb dieses Transferfensters sind sofortige Wechsel mit Zustimmung des abgebenden Vereins möglich. In der Wechselperiode I (1. Juli bis 31. August) kann diese Zustimmung auch durch Zahlung einer Entschädigungspauschale ersetzt werden. Die Fußballverbände in Württemberg und Baden haben analoge Regelungen zum südbadischen Vorgehen beschlossen.