Katja Petrowskajas

„Vielleicht Esther“: In der Kluft der Sprachen

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Sa, 05. April 2014

Literatur

Sie ist in Kiew aufgewachsen, sie lebt in Berlin, sie hat jüdische Wurzeln: Katja Petrowskaja sucht in "Vielleicht Esther" nach ihren Vorfahren.

Geschichten. Und nicht Roman. Dass die verweigerte Genrebezeichnung auch mit der Bescheidenheit der Autorin zu tun haben könnte, wie auf der Leizpiger Buchmesse gemutmaßt wurde: mag sein. Doch "Vielleicht Esther", das literarische Debüt von Katja Petrowskaja, folgt in erster Linie einem poetologischen Konzept, das sich mit der Form der Romans schlecht übereinbringen lässt – wenn der Roman als Gattung so definiert ist, dass er einen in sich geschlossenen Kosmos hervorbringt. Davon nun kann bei diesem Buch keine Rede sein. Die in den 1970er- Jahren in Kiew mit Russisch als Muttersprache aufgewachsene, seit Ende der 1990er-Jahre in Berlin lebende Autorin mit jüdischen Wurzeln hat nicht am Schreibtisch eine autonome Welt aus Wörtern erschaffen. Worüber sie schreibt und schreiben will, woher sie das ...

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