Donald Trump

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, was Obama geleistet hat

Robert Lindemann

Von Robert Lindemann (Schallstadt)

Mo, 05. Oktober 2020

Leserbriefe

Zu: "Donald Trumps skrupelloser Plan", Beitrag von Frank Herrmann (Politik, 26. September)

Obama erhielt gleich zu Beginn seiner Amtszeit den Friedensnobelpreis. Viele haben ihm vorgeworfen, er hätte die Erwartungen nicht erfüllt und in seinen Amtszeiten zu wenig bewegt. Betrachtet man diese Meinung vor dem Hintergrund des heutigen Amerika, wird deutlich, was Obama geleistet hat.

Evangelikale und auch Neokonservative wollen ein Amerika schaffen, das rückwärtsgewandter und nationalistischer nicht sein kann. In abenteuerlicher Stammtischmanier faselt der Präsident der USA von Wundermitteln gegen Corona und Waldstädten in Europa mit "explosiven" Bäumen, als ob Amerika nicht die besten Universitäten der Welt besäße. Paula White betet für Trump im Weißen Haus, und die Schöpfungsgeschichte soll als wahres Narrativ in den Schulen gelehrt werden.

Der Klimaleugner Trump, der per Erlass dafür sorgt, dass aus nicht versiegelten Bohrlöchern das effizienteste Klimagas (Methan) ungehindert entweichen kann, bürdet so die Kosten einer "Wahnsinnsindustrie" (Fracking) der Weltgemeinschaft auf. Unter Obama war die Wirtschaft nach der Finanzkrise wieder im Aufwind, aber den Boom an der Jobbörse hat Trump auch auf Kosten vieler anderer geschaffen.

Ungeheuerlich, dass vor diesem Hintergrund China als wundersamer Heilsbringer am Horizont auftaucht, weil es die Klimakatastrophe ernst nimmt. Das Szenario, welches der Autor zeichnet, ist sehr realistisch und ein gut ausgedachter Plan. Donald Trumps wunderbare "Patrioten" warten schon auf ihren Auftritt. Robert Lindemann, Schallstadt