Volle Stadthalle beim Jäger-Film

Andrea Kurz

Von Andrea Kurz

Di, 22. November 2016

Waldkirch

Filmpremiere des Mehrgenerationenprojektes "Karl Jäger und wir" mit Zeitzeugen der Gräueltaten aus Litauen.

WALDKIRCH. "Wir sind vom Ansturm völlig überrascht", erklärte Jürgen Dettling, Leiter des Mehrgenerationenprojektes "Karl Jäger und wir", erfreut, als immer mehr Besucher in die Stadthalle strömten, um die Premiere des Filmes und die als Ehrengäste geladenen Zeitzeugen mitzuerleben. Schnell zeichnete sich ab, dass die vorhandenen 200 Stühle nicht ausreichen würden. Viele weitere wurden herbeigeschafft, damit alle Platz fanden.

Dettling überbrückte die Zeit mit einem kurzen Abriss der Vor- und Dreharbeiten zu dem Dokumentarfilm über den als "Waldkirchs Hitler" bekannt gewordenen Naziverbrecher Karl Jäger, der in Litauen fast 138 000 Juden und andere Menschen ermorden ließ und bis zu seiner Verhaftung (und anschließendem Selbstmord) im Jahre 1959 unbehelligt in Heidelberg lebte. Jägers Taten waren in Waldkirch zwar bekannt, wurden aber erst 40 Jahre später öffentlich diskutiert, als der damalige SPD-Stadtrat und Militärhistoriker Wolfram Wette unter Ex-OB Richard Leibinger eine Aufarbeitung anstieß. Was folgte, war der jahrelange ...

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