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Zisch-Interview

Was macht eine Rektorin?

David Brunner, Sonia Török, Klasse 4a,

Von David Brunner, Sonia Török, Klasse 4a &

Fr, 24. November 2023

Zisch-Texte

Ulrike Luthardt leitet die Kirsten-Boie-Schule in Freiburg. Dabei wollte sie eigentlich gar keine Schulleiterin werden. Warum sie dann doch Rektorin wurde, erzählt sie hier.

Zisch: Seit wann bist du hier schon Schulleiterin?

Luthardt: Ich bin seit ziemlich genau vier Jahren Schulleiterin an dieser Schule.

Zisch: Warum wolltest du Schulleiterin werden?

Luthardt: Hmm… das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Weil: Eigentlich wollte ich nie Schulleiterin werden. Aber dann hab ich gehört, dass an der Sprachheilschule Freiburg – so hieß unsere Schule noch vor kurzem – eine neue Schulleitung gesucht wird. Und da dachte ich: Jetzt überlege ich es mir doch noch einmal anders. Weil ich wusste: Das ist eine tolle Schule! Ich hatte vor langer Zeit schon einmal hier gearbeitet.

Zisch: Was hast du vorher gemacht?

Luthardt: Ich habe vorher schon viele Sachen gemacht. Zuerst war ich ganz normale Lehrerin. Dann habe ich eine Weile den sonderpädagogischen Dienst hier an dieser Schule geleitet. Das bedeutet: Wenn Kinder Schwierigkeiten mit der Sprache haben, dann überprüft man dort, ob sie vielleicht besser hier bei uns auf der Kirsten-Boie-Schule unterrichtet werden, weil hier alles besonders gefördert wird, was mit dem Sprechen zu tun hat als auf einer "normalen" Grundschule. Dann habe ich Schulen beraten, wie man guten Unterricht machen kann, in Freiburg, aber auch deutsche Schulen in Afrika. Danach war ich in Rom. Von da aus hab ich italienische, griechische und skandinavische Schulen beraten und Fortbildungen gegeben. Da bin ich ganz schön durch die Welt geflogen.

Zisch: Welche Aufgaben hast du hier?

Luthardt: Ein großer Teil meiner Arbeit findet am Computer statt. Ich bekomme eine Menge Mails. Oder ich mache To-do-Listen, wenn wir hier an der Schule etwas planen. Ich muss dafür sorgen, dass es allen Lehrerinnen an der Schule gut geht und dass sie gut arbeiten können. Wenn sie etwas brauchen, dann kommen sie zu mir, so wie du zu deiner Lehrerin gehst, wenn du etwas brauchst. Mit der Konrektorin mache ich die Pläne, wer in welcher Klasse arbeitet und wie die Klassenzimmer verteilt werden. Zum Glück mache ich aber noch ein bisschen Unterricht, weil es ziemlich langweilig wäre, nur am Schreibtisch zu sitzen.

Zisch: Du gibst ja bei uns in den vierten Klassen Schwimmunterricht. Was hast du noch für Unterricht?

Luthardt: In zwei ersten Klassen mache ich das Swimmy-Projekt. Das kennt ihr noch von eurem ersten Schuljahr hier. Da geht’s drum, dass die Kinder ihre Gefühle kennenlernen. Dabei helfen ihnen die Gefühlswesen Happy, Grollo, Schluchzi, Angsti und Friedi. Dass sie merken, was ihnen richtig guttut, was sie gut können, wo sie stark sind. Und wie sie damit umgehen, wenn sie mal nicht so stark sind.

Zisch: Vielen Dank für das Gespräch.

Ressort: Zisch-Texte

  • Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Fr, 24. November 2023:
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