Was sage ich meiner Mutter, die sehr viel Hoffnung in den Impfstoff setzt?

Martina Balduin

Von Martina Balduin (Waldkirch)

Mo, 11. Januar 2021

Leserbriefe

Zwei Tage habe ich versucht, einen Impftermin für meine 84 Jahre alte Mutter zu bekommen. Immer wieder in der Warteschleife bis zu 45 Minuten ohne Erfolg. Genauso erfolglos über die App, bei der es heißt, es wäre schnell und unkompliziert. Ich frage mich, wie das Menschen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, alleine schaffen sollen. Dann, oh Wunder, am zweiten Tag abends um halb sieben endlich Erfolg am Telefon. Die Dame der Hotline ist sehr nett und nimmt sich Zeit für das Gespräch. Leider musste sie mir mitteilen, dass der Südwesten bis Mitte Januar nur sehr wenig Impfdosen bekommt und die wenigen schon vergeben sind.

Ich konnte das zuerst gar nicht glauben, wird einem doch von der Politik gesagt, dass die über 80-Jährigen schnellstens geimpft werden sollen. Was sage ich jetzt meiner Mutter, die sehr viel Hoffnung in den Impfstoff setzt, damit ihr Leben wieder etwas Normalität und Sicherheit bekommt? Martina Balduin, Waldkirch