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Wie der Todtnauerli-Radweg sicherer werden könnte

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 15. Mai 2020 um 09:07 Uhr

Zell im Wiesental

Der Radweg auf der ehemaligen Todtnauerli-Bahntrasse ist beliebt. Radler müssen zwischen Zell und Todtnau aber mehrfach die B 317 queren. Ein Kreisrat hält Markierungen und Schilder für sinnvoll.

Der Radweg zwischen Zell und Todtnau, der vorwiegend auf der ehemaligen Todtnauerli-Bahntrasse verläuft, ist ein beliebter Rad- und Wanderweg. Doch er hat einige Tücken, findet Kreisrat Eduard Behringer aus Todtnau. "Sicherlich lassen in Teilbereichen der Oberbelag und die Wegbreite zu wünschen übrig. Dies sehe ich jedoch nicht als das eigentliche Problem an", schreibt er in einem Brief an die Bürgermeister im Wiesental und an Landrätin Marion Dammann. Dem begeisterten Radfahrer geht es vielmehr um die Sicherheit in Einmündungen und Kreuzungsbereichen zur viel befahren Bundesstraße B 317. Er macht auf die Gefahr der "oft ungenügenden Kennzeichnung der Straßenquerungen" aufmerksam. "Es ist die Vielzahl der Ortsstraßen- und Bundesstraßen-Querungen."

Heikel: Querung der B 317 an der Kläranlage Wembach

Eine der größten Gefahrenstellen in seinen Augen ist der Radweg bei der Kläranlage Wembach, der bei der Firma Hella die B 317 kreuzt. Ein andere liegt in Atzenbach an der alten Spinnerei, bei der Radfahrer ebenfalls auf die Bundesstraße müssen. Weitere Beispiele: Radweg Todtnau bei der Silberbergschule/Bahnhof, Kreuzung Landstraße in Utzenfeld Nord, im Aiterfeld die Einfahrt in die Landstraße von Aitern in die Kreuzung der B 317, Querung der Ortsstraße in Fröhnd-Unterkastel, in Zell die Querung der Einfahrt Nord (Grönland) und einige mehr. Markierungen auf Straßenbelag und Hinweisschilder vor den Straßenquerungen könnten Abhilfe schaffen. Behringer: "Ich schlage vor, dass sich die jeweilige Gemeinde, auf deren Gemarkung der Radweg verläuft, intensiv mit einer verbesserten Kennzeichnung der Straßenquerungen beschäftigt und entsprechende Vorschläge in Abstimmung mit der Straßenbaubehörde erarbeitet." Es gehe um nicht weniger als die Sicherheit aller Radfahrer dort. Der Freie-Wähler-Politiker sieht eine verbesserte Radwegführung auch als einen Beitrag zum Klimaschutz. Wenn sich der Auto-Anteil zugunsten der Fahrradnutzung reduziere, werde der Radweg zwischen Zell und Todtnau noch erheblich an Bedeutung gewinnen, glaubt er.

Mehr Schüler auf dem Rad in Corona-Zeiten

Es sei zu erwarten, dass Schüler die Radwege wegen der Corona-Krise noch mehr nutzen. "Der Radweg bietet sich als ideale Fahrrad-Fahrtrasse für alle Bevölkerungsschichten an, da er auf der gesamten Länge eine gleichmäßige Steigung beziehungsweise ein gleichmäßiges Gefälle aufweist."

Der Radweg werde bereits jetzt stark von Senioren aus dem Oberen Wiesental benutzt, was auch für die Gastronomie im gesamten Oberen Wiesental förderlich sei. Entlang schöner Weiden und Wälder und am Fluss der Wiese entlang könnte er künftig touristisch noch stärker beworben werden als besonders schöne Radtrasse zur Erschließung des Schwarzwaldes oder des Wiesentales. Mit den Straßenmarkierungen sollte alsbald begonnen werden, so Behringer.

Der Kreisrat erwartet keine schnellen Ergebnisse, sondern "kurzfristig Verbesserungen bei den gefährlichsten Straßenquerungen". Vielleicht lasse sich bei sorgfältiger Planung sogar erreichen, dass zwei Fahrtrassen gekennzeichnet werden können (nach Süden und nach Norden). Dies würde die Verkehrssicherheit weiter verbessern. Im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung, Klimaschutz und die Verkehrssicherheit seien die Kosten gerechtfertigt.