250 Jahre Beethoven

Wie ist ein tauber Mensch in der Lage, Meisterwerke zu komponieren?

Bernhard Richter

Von Bernhard Richter

Sa, 15. Februar 2020 um 18:02 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Im Beethoven-Jahr – auf 2020 fällt der 250. Geburtstag des Komponisten – rückt das Genie in den Blickpunkt. Und mit ihm sein Handicap. Beethovens Taubheit ist ein Phänomen.

Da-da-da-daa: Dieses "musikalische Ausrufezeichen" haben weltweit viele Menschen im Ohr. Es ist der Anfang der fünften Sinfonie in c-Moll von Ludwig van Beethoven. Seine Musik bewegt die Menschen rund um den Globus, nicht nur anlässlich der Feierlichkeiten zu seinem 250. Geburtstag, sondern nachhaltig: Die gängigen Streaming-Dienste wie beispielsweise Spotify verzeichnen seit Jahren anhaltend hohe Downloads für Beethovens Werke.
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Es ist jedoch nicht nur Beethovens Musik, die im allgemeinen Bewusstsein fest verankert ist, sondern auch die Tatsache, dass der Musiker sein Gehör verlor, er ertaubte. In einer repräsentativen Umfrage in Deutschland im Jahr 2019 war Beethovens Taubheit immerhin fast zwei Dritteln der Befragten bekannt.

Taubheit ist eine unsichtbare Behinderung, die das Sozialleben der Betroffenen entscheidend prägt. Schwerhörige Menschen werden häufig von ihrer Umgebung nicht ganz ernst genommen. Ein Zeitgenosse Beethovens, Domenico Cimarosa, hat in seiner Oper "Il matrimonio segreto", die kürzlich an der Freiburger Musikhochschule von Studierenden aufgeführt wurde, die Rolle eines schwerhörigen ...

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