Csárdásfürstin

"Wir feiern das Ende der Operette im alten Europa!"

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 07. Oktober 2013

Theater

Regisseur Frank Hilbrich und Dirigent Gerhard Markson konfrontieren Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“ mit absurd-hintergründiger Komik. Und mit Wagner.

Früher ging Operette so: Da hob sich der Vorhang, und wir waren mitten im glamourösen Varieté-Theater altösterreichisch-ungarischer Provenienz – im Budapester "Orpheum". Dann kam sie, Sylva Varescu, der Star des Hauses, um ihren Abschied in die USA zu feiern, umjubelt von der Menge in Fin-de-siècle-Garderobe. Und das musikalische Geschehen von Emmerich Kálmáns Operette "Die Csárdásfürstin" nahm seinen Lauf in seiner schwelgerisch-ungarisch-wienerischen Melange, im besten Falle unter Tränen lachend, wie es ein Rezensent der Wiener Uraufführung 1915 konstatierte.
Heute ist Operette anders – wenn sie überhaupt noch gespielt wird (siehe Kasten). Ist sie nicht längst tot – Repräsentant eines spätfeudal-bürgerlichen Zeitalters, viel zu prätentiös und kitschig in ihren Gebärden? Passt sie überhaupt noch in die von hartem Beat flankierte schöne neue Cyber-Welt? Regisseur Frank Hilbrich will es in Freiburg wissen und kondoliert erstmal listig. Die Operettenbuffos und ihr Personal nehmen Abschied von ihrer eigenen ...

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