Wo beten eigentlich Muslime?

Henning Seeh,

Von Henning Seeh &

Fr, 19. Dezember 2008

Zisch-Texte

Ein Tag in der Moschee

Gemeinsam mit unserem Pfarrer Andreas Bordne, der Klassenlehrerin Tina Ehlert und einigen Eltern besuchten wir die Moschee in Emmendingen. Es war sehr interessant und ich möchte ein paar wichtige Details berichten:

Die Moschee hat eine Kuppel. In der Moschee liegt ein wunderbar weicher Teppich aus, die Wände sind sehr schön mit Fliesen verziert. Die Moschee hat eine Kanzel wie unsere Kirche und eine zweite noch schönere Kanzel für hohe Feiertage. Auf den Kanzeln steht immer der Imam, der Vorbeter.

Bevor wir in die Moschee gehen durften, mussten wir erst unsere Schuhe ausziehen. Vor dem Beten werden Füße, Hände und Gesicht gewaschen sowie der Mund und die Nase gespült. Muslime beten Richtung Mekka, so ist die Moschee auch ausgerichtet.

Beim Beten selbst dürfen die Männer nie hinter einer Frau stehen, deshalb beten die Männer im Hauptraum und die Frauen auf der Empore. Es gibt verschiedene Gebetszeiten, die sich nach dem Stand der Sonne richten. Die Moschee ist immer auf, damit jeder, der möchte, darin beten kann.

Moslems haben andere Feiertage. Ein hoher Feiertag ist das Zuckerfest, der Abschluss des Ramadan. Im Ramadan darf nur zwischen 20 Uhr und 4 Uhr gegessen und getrunken werden. Bei den Moslems ist der Freitag so wie bei uns der Sonntag. Im Nebenraum der Moschee treffen sich samstags und sonntags die Kinder, um den Koran zu lernen. Dort können sie auch spielen, fernsehen oder einfach nur zusammensitzen.

Am besten haben mir der schöne Teppich und die Fliesen gefallen. Interessant fand ich auch, wie uns der Imam die Gebetsbewegungen gezeigt und aus dem Koran vorgesungen hat.