Bauprojekt

Zeitplan für das Mehrgenerationenhaus in Gundelfingen steht

Sebastian Krüger

Von Sebastian Krüger

Fr, 14. Juni 2019 um 11:11 Uhr

Gundelfingen

2023 sollen die ersten Menschen ins Wohnprojekt einziehen. Bis dahin gibt es noch viel zu beraten und zu planen. Einige Bäume müssen weichen. Die Bürgerbeteiligung soll über drei Phasen erfolgen.

Noch vier Jahre – dann sollen die ersten Menschen in das geplante Mehrgenerationenhaus am Schobbach einziehen. Bis es so weit ist, wartet noch viel Arbeit auf den Bauverein Breisgau, die Arbeitsgruppen, den Gemeinderat und die Rüdiger Kunst Kommunalkonzept GmbH, die von der Gemeinde beauftragt wurde, das Projekt zu steuern.

"Wir achten darauf, dass der Bauverein das von den Arbeitskreisen entwickelte, individuelle Konzept berücksichtigt." Marion Schweighart, Rüdiger Kunst Kommunalkonzept
"Wir achten darauf, dass der Bauverein das von den Arbeitskreisen entwickelte, individuelle Konzept berücksichtigt und dass es Eingang in die Projektumsetzung findet", sagt Kommunalkonzept-Mitarbeiterin Marion Schweighart im Gespräch mit der BZ. Auch wenn nicht täglich Neues berichtet werde, tue sich derzeit viel rund um das Projekt – nur nichts, was man als Ergebnis präsentieren könne. So würden derzeit naturschutzfachliche und schalltechnische Gutachten verfasst und der Bebauungsplan, die Hochbauplanung und die Bürgerbeteiligung vorbereitet.

Viele Prozesse laufen gleichzeitig

Im Gemeinderat stellte Schweighart jüngst den vorläufigen Strukturprojektplan vor. Dieser lässt sich in drei Prozessläufe einteilen: Planungs- und Vertragsphase, Beteiligungsphase und Bauphase. Die Phasen finden zum Teil parallel statt und gehen ineinander über. Von der Hochbauplanung beispielsweise hänge die Fortschreibung des Bebauungsplanentwurfs ab. Bis zur frühzeitigen Offenlage müsse entschieden sein, was auf dem Areal stehen soll. Diese ist für Ende des Jahres vorgesehen. "Oft werden bei Offenlagen Sachen aufs Tableau gehoben, die mit dem Bebauungsplanverfahren nichts zu tun haben", sagt Schweighart. Um das abzupuffern und um nicht zu viel Zeit zu verlieren, findet das erste Beteiligungsverfahren im Vorfeld der Offenlage statt. "Außerdem wollen wir erst zuhören, bevor wir weiter planen," so Schweighart.

Quartiersrundgänge und Workshops

Insgesamt sind drei Beteiligungsformate vorgesehen, in denen laut Schweighart die Leute abgeholt und ihre Anliegen angehört werden sollen. Noch sei die Bürgerbeteiligung in der konzeptuellen Erstellungsphase. Los geht es mit einem "Kick-Off" nach der Sommerpause im Oktober. Zwei weitere Formate sind im nächsten Jahr vorgesehen. Dies könnten Quartiersrundgänge und Workshops sein. Im Zuge der Bürgerbeteiligung, von der Schweighart sich "Katalysatoreffekte" für die spätere Quartiersarbeit erhoffe, soll über die Zusammensetzung des Bewohnerbeirats entschieden werden. Zunächst sollen Vertreter des Bauvereins, der Gemeinde und der Arbeitskreise in diesem sitzen. Sobald die ersten Bewohner im Frühjahr 2023 einziehen, sollen auch sie mit ins Boot geholt werden.

Der Beirat soll dann die Kriterien aufstellen, nach denen Plätze im Mehrgenerationenhaus vergeben werden sollen.

Nicht alle Wünsche werden realisiert

Bis August 2020 sollen die städtebaulichen Verträge und die Kaufverträge der Grundstücke unterzeichnet sein, parallel dazu soll die Bauphase eingeläutet werden. Der Bauantrag werde während der Offenlage vorbereitet und soll im Juli 2020 eingereicht werden. Baubeginn könnte dann Februar 2021 sein.

Nicht alle Bäume auf dem Areal können erhalten bleiben, sagt Schweighart. "Es gibt viele ambitionierte Ideen und Wünsche, die auf dem kleinen Areal verwirklicht werden sollen. Da wird es auch Kompromisse geben müssen", so Schweighart.