Selber schuld, König!

Lora Spassova, Klasse 4 c,

Von Lora Spassova, Klasse 4 c &

Fr, 19. Dezember 2008

Zisch-Texte

Im Märchen "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" kämpft ein Junge um seine Prinzessin

Bei uns in der Turnhalle war eine tolle Figuren-Theateraufführung. Ein Mann spielte alle Rollen – entweder mit einer Maske oder einer Figur, die er sich über die Hand steckte. Er spielte für uns das Märchen vom Teufel mit den drei goldenen Haaren.

Es war einmal eine Frau, die brachte ein Kind zur Welt. Es gab eine Wahrsagung, dass der Junge mit 14 Jahren die Königstochter heiraten würde. Das wollte der König nicht und schlug den Eltern deshalb vor, sich um das Kind zu kümmern. Als er Gold versprach, stimmten sie zu. Der König nahm das Kind mit zum See, legte es in eine Kiste und warf sie ins Wasser. Die Kiste sank aber nicht. Ein Mitarbeiter des Müllers fand sie. Er zeigte das Baby dem Müller. Die Müllersfamilie nahm das Kind auf.

Nach ein paar Jahren kam der König vorbei und sah das Kind. Er fragte, ob es das eigene Kind des Müllers sei. Der Müller sagte zuerst ja, aber dann sagte er die Wahrheit. Der König wunderte sich: Es war das Kind, das er für viel Gold gekauft hatte. Er schlug vor, dass es der Königin eine Nachricht bringen solle. Er schrieb den Brief und der Junge ging los.

Er kam an ein Haus, und weil er müde war, ging er hinein. Drinnen saß eine alte Frau. Sie fragte, wo er herkomme, und der Junge erzählte. Die Frau erklärte, dass er in einem Räuberhaus sei. Als die Räuber kamen, verbot ihnen die Frau, das Kind anzurühren. Den Brief durften sie lesen. Es war ein sehr böser Brief: Darin stand, dass der Junge nach dem Überbringen getötet werden soll. Die Räuber schrieben einen neuen Brief. Darin stand, dass der Junge die Königstochter heiraten sollte.

Der Junge kam mit dem Brief zur Königin – die Hochzeit wurde gefeiert. Der König merkte, dass der Brief vertauscht wurde und befahl dem Jungen, drei goldene Haare vom Teufel zu holen, wenn er seine Frau behalten wollte. Der Junge machte sich auf den Weg. Im Dorf fragten ihn Leute, warum aus dem Weinbrunnen kein Wein fließt. Im nächsten Dorf fragten sie, warum am Baum keine Äpfel wachsen. Dann musste er über einen See. Der Bootsmann fragte, warum er nie erlöst wird und immer Leute hin und her fahren muss. Alle drei Fragen wollte der Junge beantworten, wenn er zurückkam.

In der Hölle traf er die Mutter des Teufels. Der Junge erzählte von der Aufgabe. Sie versprach ihm zu helfen. Als der Teufel schlief, riss sie ihm ein Haar aus. Er fragte, warum sie das tat. Die Frau sagte, sie hätte geschlafen und erzählte von ihrem "Traum": Aus dem Weinbrunnen floss kein Wein mehr. Sie fragte, warum. Der Teufel sagte, dass man eine Kröte töten muss. Dann schlief er ein und sie riss das zweite Haar aus. Diesmal erzählte sie, sie hätte geträumt, dass am Baum keine goldenen Äpfel wachsen. Der Teufel erklärte, dass eine Maus an den Wurzeln nagt. Er schlief wieder ein und die Mutter riss das dritte Haar aus. Diesmal erzählte sie vom Bootsmann. Der Teufel sagte, dass er seine Stange jemandem in die Hand geben sollte, dann wäre er erlöst.

Am anderen Tag gab die Mutter dem Jungen die drei goldenen Haare. Der Junge merkte sich die Antworten des Teufels, gab sie weiter und bekam dafür Gold. Der König fragte, woher er das Gold habe. Der Junge sagte, dass er in Richtung Hölle gehen und sich vom Bootsmann auf die andere Seite fahren lassen solle. Dort sei das Gold. Das war gelogen, doch der König ging los. Der Bootsmann drückte ihm die Stange in die Hand und war frei. Nun musste der König die Leute fahren. Der Junge und die Prinzessin lebten glücklich.