Nachhaltig leben

10 Tipps für ein grün(er)es 2021

Andreas Woitzik

Von Andreas Woitzik

Do, 21. Januar 2021 um 14:20 Uhr

Stadtgespräch (fudder)

Wie jedes Jahr hat sich fudder-Autor Andreas Woitzik mal wieder vorgenommen, 2021 etwas stärker auf das Klima zu achten als im letzten Jahr. Durch seine Recherche und Gespräche mit Freunden hat er ein paar Tipps gesammelt, wie das besser gelingen kann.

1. Gemüsekiste abonnieren oder einen Saisonkalender kaufen

Regionalität und Saisonalität reduzieren den Ressourcenverbrauch von Gemüse und Obst erheblich. Mit einer Gemüsekiste bekommt Ihr automatisch saisonales Gemüse aus der Region nach Hause geliefert. Außerdem bietet eine Gemüsekiste die schöne Möglichkeit, gemeinsam als WG oder mit Freunden – während Corona eben virtuell – neue Rezepte auszuprobieren, weil immer wieder andere Gemüsezusammenstellungen im Kühlschrank landen. Es gibt so viele Gemüsekistenanbieter in Freiburg, dass wir hier keine nennen, sondern Euch vorschlagen zunächst Punkt 2 zu lesen und dann zu suchen.

2. Eine grüne Suchmaschine verwenden

Jede Google-Anfrage stößt CO2 aus. Ihr könnt bereits Strom sparen, indem Ihr Eure Lieblingswebseiten wie www.fudder.de direkt in die Browserleiste eingebt und nicht erst auf Google nach fudder sucht. Manchmal muss man aber wirklich etwas suchen und dann bietet es sich an, eine Suchmaschine zu verwenden, die mit jeder Suche Bäume pflanzt und damit den CO2-Ausstoß kompensiert. Die bekannteste dieser Suchmaschinen ist Ecosia. Laut eigenen Angaben hat Ecosia bis Mitte 2020 bereits 100.000.000 Bäume gepflanzt.

3. Eine Stadttour mit KauFRausch unternehmen

Der Freiburger Verein KauFRausch bietet eine "Weltreise durch die Innenstadt" an, bei der Ihr in interaktiven Rundgängen lernen könnt, welche Auswirkungen unser Lebensstil auf das Klima und die Biodiversität hat. Die Touren werden individuell auf die Teilnehmer abgestimmt. Zurzeit finden wegen der Pandemie leider keine Touren statt, aber es gibt viele weitere Informationen zu einem nachhaltigeren Lebensstil auf der Webseite.
4. Zu einer grünen Bank wechseln

Geld ist ständig in Bewegung und das gilt genauso für Geld auf der Bank. Die Banken vergeben Kredite an Unternehmen und machen das nach eigenen Maßstäben. Dabei spekulieren sie im schlechten Fall auf Nahrungsmittelpreise und im guten Fall investieren sie in Windräder oder Wärmedämmung. Wenn Ihr den Gutfall unterstützen möchtet, lohnt es sich, nach einer grünen Bank zu suchen. Es gibt verschiedene Banken mit nachhaltigem Profil, verglichen zum Beispiel bei utopia.de.

5. Weniger Reisen, dafür länger

Mobilität benötigt Ressourcen und große Reisen benötigen entsprechend besonders viel davon. Jeder weiß, mit dem Verzicht aufs Flugzeug kann eine Menge CO2 gespart werden. Gleichzeitig führt gerade Corona bei vielen zu einem besonders großen Fernweh. Wer längere Reisen macht, der hat Zeit, sich mit dem Zug zu bewegen und kann auf Kurz- und Langstreckenflüge verzichten. Oder vielleicht probiert man sogar mal eine Fahrradtour oder einen Wanderurlaub?

6. Einen Ökostromanbieter suchen

Genau wie bei der grünen Bank kann man hier durch einen einzigen Wechsel sehr viel bewirken. Außerdem ist es ausgesprochen einfach, seinen Stromanbieter zu wechseln. Im Internet gibt es viele Vergleichsportale. Häufig ist der Ökostrom nicht einmal viel teurer als der konventionelle Strom.

7. Etwas bei ebay-Kleinanzeigen kaufen oder verkaufen

Ebay-Kleinanzeigen steht hier natürlich nur stellvertretend für die – Vorsicht Neudeutsch – Circular Economy. Die Plattform ist riesig und bietet eine große Auswahl von Möbeln über Elektrogeräte zu Kleidung, wobei es gerade für Letztere natürlich auch noch viele weitere Second-Hand-Geschäfte und Plattformen gibt. Bevor Du das Weinregal, das Deine Schwester Dir letzte Weihnachten gebaut hat, wegwirfst, versuche es doch einfach kostenlos loszuwerden. Das spart Abfall und die Produktion eines Weinregals und macht noch jemanden glücklich.

8. Foodsharing

Es gibt in Freiburg viele Fairteiler, zu denen Ihr Eure Lebensmittel bringen könnt oder andere Lebensmittel vor der Tonne bewahren könnt. Eine Übersicht gibt es zum Beispiel auf foodsharing.de. Dazu könnt Ihr qualifizierte Foodsaver werden und für bestimmte Läden Patenschaften übernehmen.

9. Wasser mit dem Wasserkocher aufkochen

Das Kochen von Wasser benötigt viel Energie. Wenn Ihr Nudelwasser aufkocht, ist es deutlich sparsamer, das mit dem Wasserkocher zu tun, als auf dem Herd. Ausnahme: Ihr habt einen Gasherd, dann ist der Herd besser. Um ein Gefühl für die Größenordnung zu bekommen: Die Energie von drei Stunden Wasserkochen entspricht ca. der Energie, die Ihr braucht, um Euer Handy ein Jahr lang jeden Tag komplett zu laden.

10. Weniger Heizen

Es leuchtet natürlich schnell ein, dass man beim Heizen viel Energie und damit auch Geld sparen kann. Über 50 Prozent unseres Energiebedarfs im Haushalt entfällt auf das Heizen, da lohnt es sich natürlich, einen genaueren Blick darauf zu wagen. Bereits eine um ein Grad niedrigere Raumtemperatur soll laut verschiedener Quellen, zum Beispiel der Stiftung Warentest, bis zu 6 Prozent Einsparung der benötigten Energie ermöglichen.

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