120 Helfer im Einsatz

Melina Weis, Klasse 9, Theodor-Frank-Realschule, Teningen

Von Melina Weis, Klasse 9, Theodor-Frank-Realschule & Teningen

Fr, 01. Juli 2016 um 00:00 Uhr

Schülertexte

Ein Interview mit Gudrun Pfister, Standesbeamtin der Gemeinde Teningen die zuständig ist für Wahlen.

Zischup-Reporterin Melina Weis aus der Klasse 9c der Theodor-Frank-Realschule Teningen hat mit Gudrun Pfister, Standesbeamtin der Gemeinde Teningen, gesprochen. Sie ist zuständig für Wahlen – wie die Kommunalwahl, die am 25. Mai stattfindet.

Zischup: Was ist eigentlich eine Kommunalwahl?
Pfister: Die Kommunalwahl ist die Wahl der Vertreter der Bürger im Landkreis – das ist die Kreistagswahl –, in der Gemeinde – das ist die Gemeinderatswahl – und in der Ortschaft, die Ortschaftsratswahl.

Zischup: Wie organisiert man eine Kommunalwahl?
Pfister: Die Organisation der Kommunalwahl ist durch Gesetze, Verordnungen, Erlasse, Verwaltungsvorschriften, die Gemeindeordnung und die Hauptsatzung der jeweiligen Kommune vorgeschrieben.

Zischup: Wo kann man sich informieren, wenn man sich als Kandidat aufstellen will?
Pfister: Wenn man sich als Kandidat aufstellen möchte, kann man Infos bei den Parteien und Wählervereinigungen, bei den zuständigen Wahlämtern einholen, oder man kann in den entsprechenden Vorschriften nachlesen, wie man Kandidat werden kann.

Zischup: Wer hat welche Aufgabe, und wie viele Leute helfen an diesem Tag?
Pfister: Wer welche Aufgabe am Wahltag hat, wird in Teningen zum Teil vorgegeben. Es wird von der Gemeinde festgelegt, wer Vorsteher, stellvertretender Vorsteher, Schriftführer, stellvertretender Schriftführer, Beisitzer und Hilfskraft in einem Wahlbezirk ist. Der Wahlvorsteher oder dessen Stellvertreter sitzt an der Urne und lässt die Wählenden die Stimmzettel in die Urne werfen. Der Schriftführer oder dessen Stellvertreter überprüft im Wählerverzeichnis, ob der Wählende wahlberechtigt ist. Der Schriftführer füllt auch die Wahlniederschrift aus. Bei der Anzahl der Helfer kommt es darauf an, was für eine Wahl stattfindet. Für die Kommunalwahl werden voraussichtlich in Teningen pro Wahlbezirk etwa zehn Personen tätig sein. Macht bei elf Wahlbezirken inklusive des restlichen Personals etwa 120 Personen.

Zischup: Wann fängt man an, so eine Wahl zu organisieren?
Pfister: Mit der Organisation dieser Kommunalwahl habe ich Ende Oktober, Anfang November begonnen, und zwar mit der Bestellung der Wahlunterlagen.

Zischup: Wie alt muss man sein, um sich als Kandidat aufstellen zu lassen?
Pfister: Wählbar ist man bei jeder Wahl in Deutschland ab dem 18. Lebensjahr. Wenn man sich als Kandidat an der Wahl beteiligen möchte, kann man dies über eine Partei oder Wählervereinigung tun oder selbst eine Liste mit Gleichgesinnten aufstellen. Dazu sind in Teningen 50 Unterstützungsunterschriften erforderlich.

Zischup:
Wie ermittelt man das Wahlergebnis?
Pfister: Dafür gibt es auch Vorschriften. Als Erstes erfolgt die Auswertung der Stimmzettel. Danach erfolgt die Zusammenstellung des Ergebnisses im Wahlbezirk. Bei der Gemeinde werden dann die einzelnen Ergebnisse der Wahlbezirke zusammengefasst.