Einigung im Tarifstreit

3000 Beschäftigte der Großbäckerei K&U bekommen mehr Geld

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Do, 22. Juli 2021 um 15:25 Uhr

Wirtschaft (regional)

Bei der Edeka-Tochter K&U ist ein Tarifkonflikt zu Ende gegangen: Die 3000 Mitarbeiter erhalten mehr Geld. Teil der Einigung ist aber auch ein neuer Sozialplan, der Beschäftigung sichert.

Für die 3000 Beschäftigten der Edeka-Tochter K&U-Bäckerei gibt es einen Tarifabschluss. Dies teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Nach ihren Angaben steigen die Gehälter und Ausbildungsvergütungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 1. August 2021 um 2,3 Prozent. "Eine weitere Steigerung um erneut 2,3 Prozent erhalten die Beschäftigten von 1. Januar 2022 an", sagte Alexander Münchow, NGG-Landesbezirkssekretär und -Verhandlungsleiter. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Mit ihm ist auch die Auszahlung einer Corona-Prämie in Höhe von 350 Euro verbunden. Azubis bekommen 175 Euro. Der Einigung waren nach Angaben der Gewerkschaft schwierige Verhandlungen, Kundgebungen und der erste Warnstreik in der Unternehmensgeschichte vorangegangen.

"Damit ist es uns gelungen, den K&U-Beschäftigten eine gute Perspektive zu geben." Alexander Münchow
Als großen Erfolg werten NGG und K&U-Gesamtbetriebsrat auch den neuen Sozialplan, über den die Beschäftigten langfristig abgesichert würden. Die Edeka Südwest übergibt schon seit längerem K&U-Filialen an selbstständige Kaufleute. Edeka argumentierte mit roten Zahlen der Standorte, die NGG sprach dagegen von einer unnötigen Zerschlagung mit Lohnverlusten und längeren Arbeitszeiten.

Die NGG versichert nun, dass die Beschäftigten auch nach Übernahme unter den Tarifvertrag fallen. Das Sozialpaket umfasst laut Gewerkschaftsangaben unter anderem einen betriebsbedingten Kündigungsschutz von drei Jahren und eine Abfindungsregelung für Beschäftigte, die nicht zu einem Einzelhändler wechseln können. "Damit ist es uns gelungen, den K&U-Beschäftigten eine gute Perspektive zu geben", sagte Münchow.