Offenburg

50 000 Euro Schaden nach Wohnhausbrand in Zell-Weierbach

Helmut Seller

Von Helmut Seller

Fr, 22. März 2019 um 15:15 Uhr

Ortenaukreis

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Offenburg konnten sich alle Bewohner in Sicherheit bringen. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Klinikum gebracht. Rund 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Die Offenburger Feuerwehr war gegen 13.15 Uhr alarmiert worden: In der Franz-Schmidt-Straße im Ortsteil Zell-Weierbach war es aus noch unbekannter Ursache im zweiten Geschoss eines Mehrfamilienhauses zum Vollbrand eines Wohnzimmers gekommen. Die Flammen schlugen nach Auskunft des Offenburger Feuerwehrkommandanten Peter Schwinn bis ins Dachgeschoss durch.

Alle Bewohner des Hauses hatten sich bereits ins Freie gerettet, als die Feuerwehr eintraf. Sie waren durch Rauchmelder gewarnt worden. Zwei Personen wurden von der Wehr an den Rettungsdienst übergeben und mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Klinikum Offenburg gebracht. Trotz des Vollbrandes im Wohnzimmer hatte die Offenburger die Flammen schnell unter Kontrolle. Zur Brandbekämpfung mussten die Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren aus Offenburg und Zell-Weierbach das Dach öffnen. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute vor Ort, ebenso die Polizei und der Rettungsdienst.

Auch Oberbürgermeister Marco Steffens war nach Zell-Weierbach gekommen, wo er sich gemeinsam mit Ortsvorsteher Willi Wunsch und dem städtischen Fachbereichsleiter Erwin Drixler ein Bild der Situation machte. Da das Gebäude zumindest teilweise unbewohnbar ist, sorgte Steffens dafür, dass den Bewohnern bei Bedarf eine städtische Notunterkunft zur Verfügung gestellt wird.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 50 000 Euro.

Für die Feuerwehr war der Freitagmittag ein Tag der Großeinsätze: Neben dem Brand in Zell-Weierbach wurden Retter der Offenburger Feuerwehr parallel zu einem schweren Unfall auf der Autobahn 5 zwischen Appenweier und Achern ausrücken. Zunächst wurde laut Feuerwehrsprecher Wolfgang Schreiber der Rüstzug von der Feuerwache gegen 13.00 Uhr zu dem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf Höhe der Anschlussstelle Achern alarmiert.

Nach der Kollision von drei Pkw, einem Lieferwagen und einem Sattelzug hatte sich der Lieferwagen überschlagen und war auf der Seite liegend auf der linken Spur zum Stillstand gekommen. Drei Personen zum Teil schwer verletzt worden. Ein Notarzt-Team mit Rettungshubschrauber unterstützte dabei die medizinische Versorgung. Entgegen ersten Meldungen konnten alle Unfallbeteiligten ohne technische Rettung durch die Feuerwehr ihre Fahrzeuge verlassen. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und kontrollierte die Unfallfahrzeuge auf mögliche Brandgefahren.

Die Feuerwehr war bei beiden Einsätzen mit etwa siebzig Einsatzkräften und achtzehn Löschfahrzeugen tätig. "Beide Einsätze haben wieder offenbart, wie wertvoll die Schlagkraft der freiwilligen Feuerwehr im Verbund mit dem Einsatz hauptamtlicher Kräfte für eine professionelle Bewältigung zwei so unterschiedlich gelagerter Schadensszenarien ist", stellte der Feuerwehrsprecher fest.