Absenkung wird weitergegeben

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Do, 09. Juni 2022

Wirtschaft (regional)

Umfrage zur EEG-Umlage.

Die Energieversorger E-Werk Mittelbaden, Energiedienst und Elektrizitätswerke Schönau (EWS) wollen die Absenkung der Erneuerbare-Energie-Umlage (EEG-Umlage) zum 1. Juli im vollen Umfang an ihre Kunden weitergeben. Dies teilten die Unternehmen im Rahmen einer Umfrage der BZ mit. Bekanntlich fällt zum Monatswechsel die verbliebene EEG-Umlage in Höhe von 3,72 Cent beim Strompreis weg. Bereits zum Jahreswechsel war die Umlage verringert worden. Von Januar an wird die Umlage dann auf Dauer abgeschafft. Die Absenkung muss laut Gesetzgeber bei den Kunden in Gänze ankommen.

"Die EWS werden die Absenkung der EEG-Umlage Eins zu Eins an die Kunden weitergeben. Sie wird in der Jahresverbrauchsabrechnung entsprechend berücksichtigt werden", teilte Petra Völzing, Sprecherin der EWS, mit. Ähnlich verfährt auch der Energiedienst. Das E-Werk Mittelbaden senkt den Preis ebenfalls in Höhe der EEG-Umlage für die Tarife Ortenau direkt, Badenenergie und Ortenauenergie. Das Unternehmen mit Sitz in Lahr hatte den Strompreis im Grundversorgungstarif Ortenau direkt allerdings zum 1. April wegen der gestiegenen Kosten am Strommarkt erhöht. Teureres Gas treibt den Preis nach oben.

Die Badenova hatte angekündigt, die EEG-Umlage wie vom Gesetzgeber verlangt zu reduzieren. Gleichzeitig sei jedoch der Preis für die Strombeschaffung in die Höhe gegangen. Die beiden Effekte glichen sich aus – so das südbadische Unternehmen. Unter dem Strich ändere sich dadurch für den Kunden nichts. Die Badenova hatte ihren Strompreis für die Grundversorgung zuletzt im April 2020 erhöht.