Almasi entthront

lohe, bz

Von Lothar Herzog & BZ-Redaktion

Di, 18. Februar 2020

Ringen

Ringerclubs vom Oberrhein sammeln 18 Medaillen bei der südbadischen Greco-Meisterschaft.

HASLACH (BZ/lohe). Der KSV Rheinfelden war der erfolgreichste Ringerclub aus dem Bezirk bei der südbadischen Meisterschaft im griechisch-römischen Stil in Haslach. Der Regionalliga-Absteiger errang bei den Männern einen kompletten Medaillensatz.

Beim KSV Rheinfelden war Ferenc Almasi eine sichere Bank. Zwölfmal schickte der Regionalligist seinen ungarischen Greco-Spezialisten in der abgelaufenen Runde auf die Matte, zwölfmal gewann Almasi in den Klassen bis 98 und 130 Kilogramm. Und das in der Regel so, wie man es von einem ausländischen Ringer erwartet: mit der maximalen Ausbeute. Zehnmal verbuchte der Ungar vier Punkte, auch deshalb hatte er frühzeitig den TuS Adelhausen auf sich aufmerksam gemacht. Für die kommende Runde hat sich der Bundesligist bekanntlich Almasis Dienste gesichert.

Einmal aber musste sich Almasi, Jahrgang 1996, in der Regionalliga für seinen Sieg mächtig strecken, als er Junioren-Vizeweltmeister Patrick Neumaier (KSV Hofstetten) mit 4:2 bezwang. Bei der südbadischen Meisterschaft trafen beide Kontrahenten im Schwergewichtsfinale nun erneut aufeinander – diesmal mit dem besseren Ende für Neumaier. Der Hofstetter setzte Almasi, der bei der 1:10-Niederlage in einem packenden Finale unter Wert geschlagen wurde, als Vorjahresmeister ab.

Auf dem Weg ins Finale hatte der TuS-Neuzugang seine Aufgaben in gewohnt souveräner Weise gelöst. In der Gruppenphase verbuchte er gegen Alexander Mond (SV Gresgen) und Marcus Mickein (WKG Weitenau-Wieslet) jeweils Schultersiege, David Stumpe (VfL Mühlheim) bezwang er technisch überhöht.

Adelhauser Nachwuchsduo glänzt beim Titelgewinn

Einen Titel durften die Rheinfelder allerdings doch bejubeln. Freistil-Spezialist Vincent von Czenstkowski demonstrierte in der Klasse bis 67 Kilogramm seine Vielseitigkeit und glänzte auch im Greco. Seine vier Kämpfe gewann der KSV-Ringer durch Schultersieg oder technische Überlegenheit. Den KSV-Medaillensatz komplettierte Patrick Hinderer mit Bronze (63 kg).

Die Klasse bis 82 Kilogramm beherrschte der Adelhauser Regionalliga-Ringer Dominik Gegeny nach Belieben. Dreimal schritt der Ungar auf die Matte, dreimal verließ er sie als Überlegenheitssieger. In der Poolrunde hatte er unter anderem Manuel Berger (Gresgen) besiegt, im Finale ließ er Florian Wölfle (Hofstetten) keine Chance. Dritter wurde Dennis Kronenberger (WKG). In der mit drei Teilnehmern besetzten 87er Klasse kam dessen Vereinskollege Marco Kreutler nach zwei Siegen zu schnellen Titelehren. Bronze bis 60 kg ging an Andreas Heidt (Gresgen). Die Vereinswertung gewann Ausrichter Hofstetten, Rheinfelden belegte Rang vier vor der WKG (6.). Mit 65 Teilnehmern war ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr (60) zu verzeichnen.

Bei der Freistil-Jugendmeisterschaft gingen zwei Titel an den TuS Adelhausen. In der B-Jugend dominierte Nikita Revin in der Klasse bis 38 kg seine Vorrundengruppe mit vier Schultersiegen, und auch im Finale triumphierte das TuS-Talent auf diese Weise. Ähnlich dominant gestaltete Julius Kummer seinen Auftritt in der C-Jugendklasse bis 35 kg. Nach drei Überlegenheitssiegen in der Vorrunde gewann der Adelhauser auch seinen Finalkampf technisch überhöht. Bronze ging an Milian Zámbó vom TSV Kandern.

Weitere Medaillen, A-Jugend, 51 kg: 2. Axel Graff (WKG); B-Jugend, 41 kg: 3. Emil Müller (Kandern); 48 kg: 2. Ianis Buzan, 3. Christoph Schaifulin (beide Adelhausen); 52 kg: 2. Felix Anselm (Kandern); Greco, C-Jugend, 31 kg: 2. Mika Mühlemann (RG Hausen-Zell); 34 kg: 2. Wladislav Melnikov (Adelhausen); 38 kg: Noah Dürr (WKG).