Klettern

Am Feldberg öffnet die erste Boulder-Arena im Hochschwarzwald

Ralf Morys

Von Ralf Morys

So, 15. Dezember 2019 um 10:40 Uhr

Feldberg

Das Freizeitzentrum Fundorena am Feldberg hat die erste Boulder Arena im Hochschwarzwald eröffnet. Der Kletterpark ersetzt eine Eislaufhalle, die auf Grund der synthetischen Eisbahn wenig genutzt wurde.

Seit drei Jahren steht die Fundorena am Feldberg und bietet Besuchern Spaß, Spannung und sportliche Bewegung. Unter dem schützenden Dach hat es im vielfältigen Angebot seit August drei Neuerungen gegeben. Entstanden ist dabei auch die erste Boulder Arena im Hochschwarzwald. Kletterer können nun Kraft und Beweglichkeit an künstlichen Kletterwänden trainieren. Die ersten großen Veränderungen seit Eröffnung Ende 2016 belaufen sich auf eine Gesamtinvestition von rund 270 000 Euro, sagt Geschäftsführer Philipp Loose.

Hotelier Thomas Banhardt vom "Feldberger Hof" hat vor Jahren die Architektur und das Konzept der Fundorena selbst entworfen und trägt nun auch die Kosten für die Veränderungen. Von den neuen Angeboten verspricht sich Philippe Loose auch eine Steigerung der Besucherzahlen, die im Schnitt bei 160.000 Besuchern im Jahr liegt.

Über 500 Quadratmeter Kletterfläche

So ist die neue Boulder Arena auf der Hälfte der Fläche der ehemaligen 400 Quadratmeter großen synthetischen Eisbahn entstanden. Doch die Eisbahn war weniger gefragt bei den Besuchern und Eislaufen auf einer synthetischen Fläche, ist für Anfänger auch nicht einfach. Statt Eislaufen ist nun Klettern oder genauer Bouldern möglich. Die neue Kletterfläche erstreckt sich über 500 Quadratmeter.
Bouldern

Das Klettern ohne Sicherungsseil und Klettergurt an Felsblöcken, Felswänden oder an künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe, ist seit den 1970er Jahren eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat seit den 1990er Jahren eine rasante Entwicklung erlebt.

Auf Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden kann bis auf eine Höhe von drei Metern geklettert werden. Damit ist eine Sicherung mit Seil nicht nötig. Wer bei diesen Höhen mal einen Tritt oder einen Griff verliert und aus der Kletterwand herunterfällt, wird von einer mindestens 35 Zentimeter dicken und mit einem Filzteppich belegten Matte sanft aufgefangen. Ein Verletzungsrisiko besteht eigentlich nicht.

Klettern kann, wer fünf Jahre oder älter ist

Die verschiedenen Klettertouren reichen von leicht über mittel bis schwer. Besondere Herausforderungen für die Kletterer bieten Überhänge, die bei den schwierigsten Touren und vor allem dem zentralen Kletterfels gemeistert werden müssen. Die längste Kletterroute weist eine Länge von rund neun Metern auf. Damit ist nun auch im Hochschwarzwald Bouldern möglich und die Kletterer müssen nicht mehr nach Freiburg oder in den Kreis Waldshut fahren, um ihre Kraft und Beweglichkeit zu trainieren. Zutritt in die Boulder Arena haben alle Kletterfreunde ab fünf Jahren.

Als Ausrüstung zum Bouldern sind nur Kletterschuhe nötig. Diese können mitgebracht oder auch ausgeliehen werden. Kalk für die Hände steht bereit. Die Boulder Arena hat eine bekannte Fachfirma aus Bulgarien geliefert und aufgestellt. Diese Firma ist in der Szene bekannt und hat auch bei den Boulder Weltmeisterschaften in Frankreich die Kletterwände aufgestellt. Für die Boulder-Idee in der Fundorena haben sich die Verantwortlichen Vorort Gedanken gemacht, diese in Zeichnungen einfließen lassen und sie der Firma geschickt.

Für Stammgäste, Vereine und Schulklassen gelten spezielle Preise

Am Computer in Bulgarien ist die Boulder Arena entstanden. In vier Wochen ist sie am Feldberg aufgestellt worden. "Das meiste war Schreinerarbeit", merkt Geschäftsführer Loose an. Die offizielle Eröffnung der rund 100.000 Euro teuren Boulder Arena findet heute, Samstag, 14. Dezember, statt. Wer Bouldern möchte, zahlt zehn Euro, Kinder acht Euro für eine Stunde. Wer danach noch Kräfte hat, zahlt 20 Cent je Stunde. Für Stammgäste, Vereine und Schulklassen gelten spezielle Preise, betont Loose.

Die teuerste Veränderung auf der restlichen Fläche der Eislaufbahn stellt Fundo’s Funpark dar. Für rund 150 000 ist auf rund 200 Quadratmetern für Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren ein Parcours entstanden, bei dem Klettern, Rutschen und Balancieren gefragt sind. Fundo’s Funpark bringt Kinder in Bewegung und sie können sich nach Herzenslust austoben. So erfordert die Schlangenrutsche etwas Mut und manche Hindernisse sind knifflig und erfordern den ganzen Körpereinsatz, um sie passieren zu können. Am Ende erwartet die Kinder ein Bällebad. Hier werden neben dem sicheren Vergnügen auch spielerisch die Bewegung und Wahrnehmung gefördert.

Außerdem neu: die Mind Arena

Die dritte Neuerung ist die Fundorena X Mind Arena. Sie bietet bei maximaler Gruppengröße von 48 Personen ein stations- und teambasiertes Zeitspiel. Ein Team besteht aus drei bis acht Personen, die Rätsel lösen müssen. Mit kreativem Denken gilt es Lösungswege zu entwickeln. Die X Mind Arena besteht aus sechs Stationen und die Teams haben an jeder Staton zehn Minuten Zeit, um alle Codes zu entschlüsseln, Schlösser zu öffnen, Verstecke zu finden und so Punkte zu sammeln. Jedes Team hat dabei ein Tablet zur Verfügung. Alle Stationen können gleichzeitig und unabhängig voneinander von je einem Team bespielt werden. Die X Mind Arena wäre auch für Teambuilding, Vereine, Junggesellenabschiede und Schulklassen was, ist sich Geschäftsführer Loose sicher.
Weiter Informationen zu den Angeboten und Preisen in der Fundorena am Feldberg unter www.fundorena.de