Alpenblick

Am Gresger Wanderparkplatz informiert eine Tafel über das Panorama

Martin Klabund

Von Martin Klabund

Sa, 11. September 2021 um 17:54 Uhr

Zell im Wiesental

Die Panoramatafel am Parkplatz Erlenboden konnte endlich eingeweiht werden. Bürgermeister Peter Palme erklärte zur spektakulären Aussicht: "Wir sehen insgesamt 50 Alpengipfel."

Eine Panoramatafel mit einer Länge von 160 Zentimetern und vielen Informationen über die sichtbaren Gipfel am Horizont wurde am Donnerstag auf dem Gresger Wanderparkplatz Erlenboden eingeweiht. Bereits im Herbst 2020 war sie installiert worden, aufgrund der Hygienevorschriften konnte die offizielle Einweihung damals allerdings nicht stattfinden, sie wurde nun nachgeholt.

Von Gresgen aus sind neun Viertausender zu sehen

Bürgermeister Peter Palme, Vertreter des Schwarzwaldvereins, des Gesangvereins, des Bürgervereins Zell, des Verschönerungsvereins, Gresgens Ortsvorsteher Peter Eichin sowie eine Reihe interessierter Bürger versammelten sich am Wanderparkplatz, um diese nützliche Bereicherung zu würdigen. Erwin Vollmer, erster Vorsitzender des Verschönerungsvereins, lobte in seiner Begrüßungsansprache die Initiative zu diesem Projekt, die bereits im Jahr 2013 von Peter Palme und Vera Noy mit dem Ortsvorsteher erstmalig diskutiert wurde.

"Wir benötigten 15 Einzelbilder und mussten auch auf den Zug der Wolken achten." Vera Noy
Wie groß die technische Herausforderung, berichtete Vera Noy, die mit Palme für Produktion und Planung des Panoramabilds verantwortlich zeichnet. "Die Aufnahmen wurden auf einem Panoramaschwenkkopf gemacht, wir benötigten 15 Einzelbilder und mussten neben den Herausforderungen der manuellen Einstellungen an der Kamera unter anderem auch auf den Zug der Wolken und die Tageszeiten achten", so Noy.

Beeindruckende Zahlen lieferte Peter Palme: "Wir sehen den Alpenbogen auf zirka 85 Kilometern Länge vom Titlis im Osten bis zum Großstrubel im Westen, insgesamt 50 Alpengipfel, davon alle neun von Gresgen aus zu sehenden und freistehenden Viertausender, 38 Dreitausender und drei Zweitausender", so Palme, der Eiger, Mönch und Jungfrau und viele andere bekannte Orte der angrenzenden Schweiz auf der informativen Tafel aufzeigte. Die meisten der abgebildeten Berge befinden sich in den Kantonen Bern, Obwalden, Uri und Wallis.

Wenn alles klappt, wird es auch ein Fernrohr geben

Um diese Gipfel im Detail betrachten zu können, wurde bereits ergänzend ein Antrag zur Finanzierung eines Fernrohrs beim Biosphärengebiet gestellt. "Der Verschönerungsverein Gresgen, der dieses Projekt zu 100 Prozent finanzierte, ist stolz, mit der Panoramatafel ein Highlight für den Tourismus in Gresgen und im gesamten Zeller Bergland geschaffen zu haben", freute sich Erwin Vollmer – nicht ohne auf das nächste Projekt des Vereins hinzuweisen, denn der Verschönerungsverein hat bereits im August nach langwierigen Verhandlungen insgesamt 1,4 Hektar Land rund um den Rümmelesbühl gekauft und will durch intensive Pflege der Umgebung für bessere Sichtbarkeit sowie eine optimierte Aussicht für Wanderer und Bürger sorgen.