Profi-Fussball

Amateurkicker lassen sich nicht mit Profis vergleichen

Peter Doerr (Bad Säckingen)

Von Peter Doerr (Bad Säckingen)

Sa, 10. Oktober 2020

Leserbriefe

Zu: "Die Spieler sind verhätschelt und wehleidig", Zuschrift von Manfred Schmidt (Forum, 1. Oktober)

Der Kommentar von Herrn Schmidt hat höchstens das Niveau von Stammtischgeschwätz. Dass die BZ so einen Text veröffentlicht, schadet auch dem Autor. Ich habe seit meiner Jugend Fußball gespielt bis zum 30. Lebensjahr. In meiner Freizeit, aus Spaß am Sport und an körperlicher Ertüchtigung. Für die Mannschaft, den Trainer und mich. Für einen Kasten Bier oder später für ein wenig Handgeld bei Unentschieden oder Sieg. Das zu vergleichen mit den heutigen Profi-Fußballern entbehrt jeder Grundlage. Der Sport und gerade der Fußball haben sich rasant entwickelt. Diese Schnelligkeit, diese Athletik, die Technik, die Taktik, die Anzahl der Spiele. Dafür meinen Respekt! Zudem trainieren und spielen die Fußballer auch bei fast jedem Wetter, ob kalt oder heiß, ob bei Regen oder Schnee. Schlechtwettergeld gibt’s beim Fußball nicht.

Die Spieler brauchen eine gute Betreuung, Ärzte, Therapeuten, Berater und so weiter. Diese sind einem enormen Druck ausgesetzt. Gerade die Nationalspieler und somit die Besten der Nation. Das mit "verhätschelt" und "wehleidig" abzuwerten zeugt nicht von Anstand. Wieso erwähnt Herr Schmidt Leroy Sané? Spielt die Hautfarbe eine Rolle? Der Spieler hat gerade eine schlimme Verletzung überwunden. Dann der Vergleich mit der Baustelle – lächerlich und sehr gewagt, Herr Schmidt. Peter Doerr, Bad Säckingen