Argentinien doch noch in der K.o.-Phase

dpa

Von dpa

Do, 01. Dezember 2022

Fußball-WM

2:0-Sieg gegen Polen, das auch das Achtelfinale erreicht.

Lionel Messi hat Argentinien im großen Star-Gipfel trotz eines Elfmeter-Fehlschusses in das Achtelfinale geführt – und auch Robert Lewandowski feierte nach einer dramatischen Schlussphase mit Polen den erstmaligen Einzug in die K.o.-Phase seit 36 Jahren. Messi scheiterte am Mittwoch beim 2:0 (0:0) in seinem WM-Rekordspiel zwar mit einem Foulelfmeter an Polens Torhüter Wojciech Szczesny (39. Minute). Doch Alexis Mac Allister (48.) und Julian Alvarez (68.) sorgten für den verdienten Sieg der Südamerikaner, die sich angeführt vom überragenden Messi zum ersten Mal bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft wie ein Titelkandidat präsentierten. Polen kam weiter, weil Mexiko gegen Saudi-Araben nur 2:1 gewann. Die Mexikaner hätten für ein Weiterkommen ein 3:1 benötigt.

In der Weltfußballer-Kraftprobe mit Lewandowski verhinderten Mac Allister und Alvarez mit ihren Toren, dass Messis Elfer-Fehlschuss nicht zur schmerzhaften Schlüsselszene für die Südamerikaner im Stadion 974 am Hafen von Doha wurde. Das Fußball-Genie musste sich bei der Nervenprobe vom Punkt dem Elfmeter-Experten Szczesny geschlagen geben. Nachdem der Juve-Schlussmann Messi nach einer Flanke am Kopf getroffen hatte, rang sich Schiedsrichter Danny Makkelie nach längerer Ansicht der Video-Bilder unter dem Jubel der argentinischen Fan-Übermacht auf den Rängen zum diskussionswürdigen Strafstoß durch.

Nach dem parierten Elfmeter gegen Saudi-Arabien riss Szczesny auch gegen Argentiniens neuen WM-Rekordspieler reaktionsschnell die rechte Pranke hoch. Der Retter wurde danach heftigst von seinen Teamkollegen geherzt. Beim Treffer von Mac Allister kurz nach der Pause war er dann aber machtlos. Es war Polens erster Gegentreffer nach mehr als 400 Minuten. Das war aber diesmal nicht alles.

Und Lewandowski? Der hielt sich meist abseits der vielen Action-Momente auf. Wenn der Ball mal zu ihm nach vorne kam, gingen die Albiceleste-Verteidiger Nicolás Otamendi und Cristian Romero rustikal gegen den früheren Bayern-Star zur Sache. Genervt wendete er sich nach Argentiniens Führungstreffer und auch nach dem 0:2 ab. Aber am Ende durfte auch Lewandowski jubeln und lachen.