Anmerkungen einer Jugendrichterin

David Weigend

Von David Weigend

Mi, 16. April 2008 um 07:55 Uhr

Menschen (fudder) Menschen

Das ist Dagmar Thalmann, 63. Sie ist Direktorin des Müllheimer Amtsgerichts und Leiterin der dortigen Jugendarrestanstalt. Das Thema Jugendkriminalität wird dieser Tage mit erhöhtem Puls diskutiert. Ein Grund mehr für ein ganz nüchternes Interview.


Frau Thalmann, was wissen Sie von einem jugendlichen Straftäter, bevor Sie ihn im Gerichtssaal sehen?
Das ist sehr unterschiedlich. Wenn es ein Ersttäter ist, weiß ich in der Regel nur das, was in der Akte steht.
Wie dick sind die Akten?
Auch das ist unterschiedlich. Das können 15 bis 20 Seiten sein, wenn zum Beispiel ein Jugendlicher bei einem Diebstahl erwischt wird. Der Jugendliche gibt es unumwunden zu, man muss keine Zeugen vernehmen. Die Akten können aber auch dicker sein, zum Beispiel nach einer Schlägerei, an der zwei Gruppen beteiligt waren, mit vielen Zeugen aus jedem Lager. Das werden dann auch mal mehrere Bände, deren Lektüre nicht besonders lustig ist.
Wie oft führen Sie ...

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