Aus dem Zug ins Gefängnis

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 04. Mai 2021

Waldshut-Tiengen

Teure Reise für 42-Jährigen.

(BZ). Ohne Mund-Nasen-Schutz (MNS), aber mit augenscheinlich gefälschter Befreiung von der Maskenpflicht war ein 42-Jähriger in einem Regionalzug unterwegs. Er wurde durch die Bundespolizei angezeigt und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen ihn bestanden drei Vollstreckungshaftbefehle.

Wie es in der Pressemitteilung der Bundespolizei heißt, wurde ein 42-Jähriger am Sonntagmittag durch einen uniformierten Beamten der Landespolizei angesprochen, da er im Regionalzug zwischen Waldshut und Rheinfelden nicht den vorgeschriebenen Mund-Nasenschutz trug. Der Polizeibeamte war auf dem Weg zu seinem Dienst. Daraufhin händigte der deutsche Staatsangehörige eine Befreiung von der Maskenpflicht aus, bei der es sich allerdings augenscheinlich um eine Fälschung handelte. Zudem verfügte der 42-Jährige über keinen gültigen Fahrschein. Wegen des Verdachts der Urkundenfälschung wurde der Mann an die Bundespolizei übergeben. Bei der Überprüfung stellte die Streife drei Vollstreckungshaftbefehle wegen Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz und vier Aufenthaltsermittlungen wegen Erschleichen von Leistungen und Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz fest. Durch die drei Haftbefehle waren Geldstrafen von insgesamt 16 325 Euro zu vollstrecken, ersatzweise 145 Tage Freiheitsstrafe. Da der 42-Jährige die Geldstrafen nicht aufbringen konnte wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und Erschleichens von Leistungen hat die Bundespolizei ein Strafverfahren eingeleitet.