Aus Regen wird ein Tropfstein

Laura Oßwald

Von Laura Oßwald

Fr, 19. Dezember 2008

Zisch-Texte

Zisch-Kinder steigen hinab in die Kolbinger Höhle und erfahren, was Stalaktiten und Stalagmiten sind

Ende September haben wir die Kolbinger Höhle auf der Schwäbischen Alb besucht. Wir Mädchen durften zuerst in die Höhle. Während die Jungen an der Raststelle vesperten, stiegen wir mit einer Dame, die uns führte, steile Treppen herunter und erreichten den ersten Höhlenraum.

Dort war es ziemlich dunkel, nur einige Lampen leuchteten am Boden. Doch wir konnten viele Tropfsteine entdecken und mit ein wenig Fantasie Figuren erkennen. Die Frau erzählte Sagen von der Höhle. Sie zeigt uns einen Schlitz. Durch den habe vor langer Zeit ein Mann die Höhle immer wieder betreten, um dort seine Vorräte zu lagern.

Dann stiegen wir eine Treppe hoch und kamen zu einer anderen Tropfsteingruppe neben einer kleinen Kammer, der sogenannten Schatzkammer. Hier gab es besonders schöne Steine. Man konnte interessante Figuren erkennen.

In einem weiteren Höhlenraum brachte die Höhlenführerin den "Klingenden Tropfstein" zum Klingen. Sie beleuchtete danach mit ihrer Taschenlampe die Steine und erklärte: Tropfsteine, die von oben nach unten wachsen, heißen Stalaktiten. Steine, die von unten nach oben wachsen, sind Stalagmiten. Stalakmaten nennt man die zusammengewachsenen Steine. Außerdem lernten wir, dass ein Tropfstein 100 Jahre braucht, um einen Zentimeter zu wachsen.

Die Tropfsteine entstanden, weil das Regenwasser Risse und Hohlräume in den Kalksteinboden gefressen haben. So entstand eine Naturschönheit, die uns alle zum Staunen brachte. Die Gänge der Kolbinger Höhle sind insgesamt 330 Meter lang. In einem der Gänge haben Höhlenforscher ein Bärenskelett gefunden, das im Stuttgarter Naturkundemuseum ausgestellt ist. Der Besuch der Tropfsteinhöhle ist nur mit Führung und von Karfreitag bis Ende Oktober möglich.