Spanien

Ein Dorfverein in Spanien bewahrt das Andenken an die Ebro-Schlacht

Martin Dahms

Von Martin Dahms

Mi, 10. August 2016

Ausland

1938 bäumte sich in La Fatarella noch einmal die Republik gegen die Faschisten auf.

Juan Sambró liest die Landschaft. "Man sieht es nicht so genau", sagt der 70-Jährige, "wegen des Gebüsches. Aber die Senken dort sind Bombenkrater." Die Zweige knacken unter seinen Schritten. Er zeigt nach links, nach rechts. "Hier... hier... der eine größer, der andere kleiner, je nach Kaliber." Wer nichts weiß, sieht nur ein kleines Stück Kiefernwald auf einem Hügel mit gewelltem Boden. Aber Sambró weiß alles. Er kam schon als Kind die paar Kilometer vom Dorf hierher zum Pilzesammeln. "Damals waren die Spuren noch frischer. Mit jedem Jahr, das verstreicht, verblassen sie ein wenig mehr. Immerhin sind sie im Wald noch erhalten. Ringsum auf den Äckern sind sie ausradiert."

Der Spanische Bürgerkrieg, der vor 80 Jahren als Aufstand rechter Militärs gegen die Regierung der Republik begann, ist Teil des europäischen Gedächtnisses. Zehntausende Artikel und Bücher sind über dieses Vorspiel zum Zweiten Weltkrieg geschrieben worden. Als abstrakte Idee ist der Bürgerkrieg in Spanien immer präsent: als Mahnung, dass Spanier nie ...

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