Katholische Kirche

Familiensynode im Vatikan: Der Geist des Konzils

Julius Müller-Meiningen

Von Julius Müller-Meiningen

Sa, 17. Oktober 2015 um 00:00 Uhr

Ausland

Auf der Familiensynode im Vatikan streiten Bischöfe um den Kurs der katholischen Kirche. Unser Rom-Korrespondent Julius Müller-Meiningen blickt auf die Versammlung, die am Sonntag endet.

Irgendwann ist es dann so weit. Der Teufel hat es in den Saal geschafft. Ein Bischof vom äußersten Rand Osteuropas hat den "Rauch Satans in der Synodenaula" ausgemacht und sagt das auch offen vor der Runde. Ein paar strammen Mitbrüdern ist diese Beobachtung durchaus willkommen, auch sie sind der Meinung, dass der Dämon einen nicht unwichtigen Teil der katholischen Kirchenführer, insbesondere in Westeuropa, verwirrt habe.

Auch Jeremias Schröder sitzt mit im Saal. Schröder ist Benediktiner und Abtpräses der Kongregation von Sankt Ottilien, die zur Diözese Augsburg gehört. Der Mönch gehört eher zu denjenigen, die meinen, dass das Anliegen dieser wichtigen Versammlung im Vatikan von solchen Kommentaren konterkariert werden könnte. Die katholische Kirche sucht auf der Synode nach einer neuen Sprache – und findet sie nicht immer. Der Synodenvater Schröder sagt jetzt erst einmal nichts, er schaut von seinem Platz ganz oben in der Synodenaula im Vatikan auf die vor ihm versammelten Männer.

Da sitzen zunächst die Bischöfe mit ihren violetten Kopfbedeckungen, weiter vorne die Kardinäle mit ihren scharlachroten Käppchen. Und ganz vorne, am Podium, da sitzt Papst Franziskus ganz in Weiß. Auf ihn läuft am Ende alles zu. 270 Bischöfe und Kardinäle, dazu ein paar Dutzend Experten, geladene Beobachter und katholische Ehepaare sind im Vatikan versammelt, um über Ehe, Familie ...

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