Bahn schuldet der Gemeinde noch Geld

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

Di, 22. Oktober 2019

Eimeldingen

Unternehmen muss Ablösesumme für sanierungsbedürftige Unterführung in Eimeldingen zahlen.

EIMELDINGEN (vl). Die Ablösebeträge, die die Bahn für Infrastruktur zahlen muss, die in die Verantwortung der Gemeinde übergeht, sind bisher nur zum Teil geflossen. Diese Information wurde den Gemeinderäten im Zusammenhang mit der Betrachtung des Gemeindehaushalts weitergegeben.

Für die Lärmschutzwand sei Ende 2018 ein Vertrag unterschrieben worden, 100 000 Euro wurden daraufhin der Gemeinde als Ablösebetrag überwiesen, erklärte Bürgermeister Oliver Friebolin. Die Ablösesumme für den Westteil der Unterführung fehle aber noch. Der einfache Grund: "Deren Zustand ist noch nicht so, dass wir sie übernehmen könnten."

Im Gespräch mit der BZ präzisierte Friebolin, dass der ältere Ostteil der Unterführung seit langem in der Zuständigkeit der Gemeinde ist. Der Westteil, um den es nun geht, ist für den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke neu entstanden. Zum Teil bröckle der Putz von den Betonelementen, auch seien die Stufen der Treppe zum Teil in Bewegung und schief. "Sie sind jedenfalls nicht so, wie sie sein sollten", so Friebolin, der sichergehen will, dass die Gemeinde nicht deshalb drauflegt. Für ihn gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder übergebe die Bahn alles mängelfrei oder sie stelle der Gemeinde so viel Geld zur Verfügung, dass man selbst die Reparaturen vornehmen könne. Knackpunkt ist für ihn das Berechnen der Sanierungskosten. Um gegenüber der Bahn gewappnet zu sein, hat die Gemeinde das Büro Rapp Regioplan damit beauftragt, die voraussichtlichen Sanierungskosten zu berechnen. Friebolin hofft, in diesem Jahr zu einer Einigung mit der Bahn zu kommen.