Corona-Pandemie

Balinea-Therme in Bad Bellingen öffnet am Montag für wenige Besucher

Jutta Schütz

Von Jutta Schütz

Sa, 13. Juni 2020 um 07:17 Uhr

Bad Bellingen

Die Balinea-Therme in Bad Bellingen öffnet am Montag – aber nur für 118 Personen gleichzeitig. Wann die Cassiopeia-Therme in Badenweiler öffnet, ist ungewiss.

Stammgäste und die ersten Urlauber, die Bad Bellingen nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen besuchen, warten schon sehnlichst darauf: Am Montag, 15. Juni, öffnet die Balinea-Therme in Bad Bellingen von 9 bis 22 Uhr. Ein strenges Hygienekonzept wurde nach der aktuellen Corona-Verordnung erarbeitet. Dieses wird nun in Kraft gesetzt, nachdem es am Freitag bei einem Vor-Ort-Termin durch das Gesundheitsamt gebilligt worden war.

Wirtschaftlich sei die Öffnung der Therme aufgrund der beschränkten Besucherzahl zwar nicht – "aber mit der Öffnung nehmen wir unsere Verantwortung als Wirtschaftsfaktor für die Region wahr, trotz der zu erwartenden negativen finanziellen Auswirkungen für unseren Betrieb", erklärt die Bade- und Kurverwaltung (BuK) mit Geschäftsführer Dennis Schneider gegenüber der BZ.

Die Wiedereröffnung der Therme wird auch von den Gästebetrieben im Ort, wie auch den Restaurants begrüßt, denn gerade Hotels und Pensionen haben an die BuK zurückgemeldet, dass zwar Gäste auf den Buchungs- und Reservierungslisten stünden, diese aber erst anreisen wollen, wenn die Therme wieder geöffnet sei, teilt Miriam Saladin als Leiterin der Marketingabteilung der BuK mit.
Weitere Infos zum Bad Bellinger Thermalbad unter www. balinea.de

Für den Badebetrieb zugänglich sind ab Montag Innen- und Außenbecken sowie der Wellnessbereich. Wegen des Abstandsgebots bleiben die Sauna, der Feuertopf, die Sauna-Außenbecken, das Dampfbad, der Native Pool, das Wassertretbecken und die Salzgrotte sowie Strömungskanal und die Sprudelliegen außer Betrieb.

Die Mitarbeiter der BuK haben die Zeit der Schließung genutzt. Zahlreiche Schönheitskorrekturen wurden umgesetzt, die Revisionsarbeiten konnten fast vollständig abgeschlossen werden. Für Restarbeiten muss das Außenbecken ab 29. Juni gesperrt werden.

Aufgrund der Abstandsregeln kann nur die beschränkte Zahl von 118 Personen inklusive Personal gleichzeitig eingelassen werden. Diese Zahl ist beträchtlich kleiner, als die sonst übliche. Im Sommer sind es normalerweise täglich 600 bis 700 Gäste im Bad , im Winter weit über 1000.

Das BuK-Team arbeitet an einem Online-Ticketing-Verfahren – "aber viele unserer Stammgäste sind keine Internetnutzer, wir müssen eine Lösung finden, die allen gerecht wird", so Saladin. Deshalb werde man vermutlich mit einem Onlineticketkontingent arbeiten, so dass Spontan-Gäste trotzdem noch kommen können. "Sobald dieses Ticket-Tool verfügbar ist, werden wir dazu informieren", verspricht Saladin.

Was derzeit in Restaurants gilt, gilt dann auch für die Therme: Badegäste müssen im Eingangsbereich ein Formular zur Datenerhebung ausfüllen, so dass im Notfall eine Rückverfolgung möglich wird. Im Eingangsbereich, den Umkleiden, in der Wellness-Welt und den Toilettenanlagen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, die Liegestühle stehen an festen Plätzen, nicht alle Spinde und Umkleidekabinen sind zugänglich.

In jedes Becken dürfen 39 Personen gleichzeitig

An jedem Becken wird auf eine limitierte Personenanzahl hingewiesen, 39 Personen dürfen – das gilt für alle drei Becken – gleichzeitig im Wasser sein. "Wir führen wegen der begrenzten Personenzahl nun einen ‚Welcome-Tarif‘ ein, der drei Stunden lag gilt und 12 Euro kostet – die Sauna ist darin auch künftig nicht enthalten", informiert die BuK weiter.

Limitiert ist auch das Angebot im Wellnessbereich: nur- "Wellness-Öl- und Fitnessmassagen" können telefonisch etwa bei der Touristen-Information oder an der Kasse gebucht werden. Badekuren, Physiotherapie und Funktionstraining können vorerst nicht durchgeführt werden. Für den Ein- und Ausgangsbereich ist ein Einbahnstraßensystem eingeführt, Handkontaktflächen werden verstärkt desinfiziert. Weiterhin bleiben alle Türen offen stehen, um die Innenbereiche ausreichend zu durchlüften. All diese Maßnahmen sowie das chlorhaltige Wasser minimieren eine Ansteckungsgefahr. "Auf den ersten Blick erscheint die Liste der Neuerungen lang und unübersichtlich, aber wir haben vor Ort alles deutlich beschildert und markiert, so dass man sich leicht zurechtfindet", erklärt Miriam Saladin.

Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Corona-Krankheitsfall gemeldet werden, wird die Therme behördlicherseits wieder geschlossen.

Die Staatsbäder, zu denen auch die Cassiopeia-Therme in Badenweiler gehört, müssen sich in Sachen eines Wiedereröffnungstermins mit dem Land Baden-Württemberg abstimmen. Gefordert sind ein Wirtschaftlichkeits- und ein Sicherheits- und Hygienekonzept. In Badenweiler ist deshalb noch kein Termin für die Wiederöffnung bekannt.