BZ-Interview

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier über Antiquitäten

Michael Saurer

Von Michael Saurer

Di, 13. November 2018 um 19:25 Uhr

Kunst

BZ-Plus Mit "Bares für Rares" hat das ZDF einen publikumsträchtigen Dauerbrenner geschaffen. Ein Interview mit deren Kunstexperten Albert Maier über Antiquitäten und die Häufigkeit von Fälschungen.

In der Sendung "Bares für Rares" schätzen Fachleute den Wert von Vasen, Schmuck, Spielzeug und anderen Familienschätzen ein, die anschließend vor laufender Kamera einer Runde professioneller Händler meistbietend angeboten werden. Doch woran erkennt man echte Antiquitäten? Und wie entwickelt sich der Markt?

BZ: Herr Maier, wie viel Schindluder wird auf dem Antiquitätenmarkt getrieben?

Maier: Auf jeden Fall nicht mehr so viel wie noch vor zehn Jahren. Der Antiquitätenmarkt hat sich nach einer Phase der Überhitzung mittlerweile wieder ziemlich beruhigt. Das heißt, die Preise sind nicht mehr so hoch, wie sie einmal waren – und somit lohnt sich auch die Produktion von Fälschungen oft nicht mehr. Nehmen wir als Beispiel die hochwertigen Vasen des französischen Kunsthandwerkers Émile Gallé. Das ist feinster Jugendstil, die haben einmal ein Vermögen gekostet und wurden deshalb in großer Zahl in Thailand gefälscht und hier auf den Markt gebracht. Doch der Markt ist zusammengebrochen – und somit auch der der Fälscher. Das gilt auch für hochwertiges Porzellan – also Meißen, KPM etwa. Das wurde hauptsächlich in Tschechien gefälscht, wo es noch richtige Porzellanmanufakturen gibt. Aber auch hier sind die Preise eingebrochen.

BZ: Für welche Produkte trifft das außerdem noch zu?

Maier: Zum Beispiel für Teppiche. Einen echten ...

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