Bassen springt für Allen und Linsenmaier in die Bresche

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

Mo, 28. Dezember 2020

EHC Freiburg

Der 37-jährige Kanadier legt mit zwei Toren den Grundstein für den 4:3-Sieg nach Penaltyschießen des EHC Freiburg in Ravensburg.

. Der EHC Freiburg hat sich am zweiten Weihnachtstag kostbar beschenkt. Zwei wertvolle Punkte belohnen die Wölfe für den 4:3 (0:2, 1:0, 2:1, 1:0)-Auswärtssieg nach Penaltyschießen beim badisch-schwäbischen Derby in Ravensburg. Die widrigen Umstände des EHC-Gastspiels in Oberschwaben vergrößern die Freude im Freiburger Lager.

"Wir vermissen die Fans im Freiburger Block", sagte Chris Billich während der ersten Drittelpause im Interview mit SpradeTV. Der EHC-Stürmer lief als Kapitän der Wölfe in Ravensburg auf und erklärte dies mit dem Hinweis: "Simon Danner ist verletzt ausgefallen." Aber nicht nur auf den erfahrenen und kampfstarken Flügelstürmer seiner dritten Angriffsreihe musste der Freiburger Trainer Peter Russell gegen die Towerstars verzichten: Auch Topscorer Scott Allen und Nikolas Linsenmaier waren angeschlagen in Freiburg geblieben. Der langzeitverletzte Angreifer Christoph Kiefersauer fehlt ohnehin, außerdem stand der junge Stürmer Luis Ludin in Ravensburg nicht zur Verfügung.

Russell musste seine Sturmreihen deshalb erneut umbauen, und lange Zeit sah es so aus, als wären die Wölfe gegen den oberschwäbischen Rivalen chancenlos. Als Billich das Fehlen der EHC-Fans beklagte, führten die Towerstars bereits mit 2:0. Im zweiten Drittel war es vor allem dem starken Freiburger Torhüter Ben Meisner zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch größer wurde. Erst als sich die Ravensburger drei Strafzeiten in Folge leisteten und Peter Russell eine Auszeit nahm, kam der EHC zum Anschlusstreffer durch Chad Bassen.

Die Wende im Spiel war dies nicht, denn die Ravensburger spielten sich im letzten Spielabschnitt erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus. Der Anschlusstreffer von EHC-Stürmer Gregory Saakyan läutete jedoch eine furiose Freiburger Schlussoffensive ein, die Bassen mit dem 3:3-Ausgleich krönte. Nach der torlosen Verlängerung hielt Meisner alle drei Penalty-Versuche der Towerstars, während Jordan George den entscheidenden Treffer für den EHC setzte. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Russell, ohne zu vergessen darauf hinzuweisen, dass ihm "wichtige Schlüsselspieler" fehlen. "Es wird für uns schwer", sagte er im Hinblick auf das Heim- und Spitzenspiel an diesem Montag (19.30 Uhr) gegen Bietigheim, "aber wir werden kämpfen". Die Steelers besiegten die Wölfe im November bereits einmal: eben 4:3 nach Penaltyschießen.

Tore: 1:0 Czarnik (9.), 2:0 Driendl (17.), 2:1 Bassen (36.), 3:1 Pompei (45.), 3:2 Saakyan (47.), 3:3 Bassen (56.), 3:4 George (entscheidender Penalty). Strafminuten: 10 – 8.