Benz fordert Lärmschutz an der Autobahn

Klaus Fischer

Von Klaus Fischer

Fr, 26. Juni 2020

Mahlberg

Ist Sanierung schon Ausbau?.

(fi). Wenn die Sanierung der A5 südlich von Ettenheim weiter voranschreitet, dann soll der Standstreifen in beiden Richtungen so befestigt und ausgebaut werden, dass er bei einem sechsspurigen Ausbau der Autobahn im nächsten oder übernächsten Jahrzehnt zugleich als fünfte beziehungsweise sechste Fahrspur genutzt werden kann. Schon beim Ausbau zwischen Mahlberg und Ettenheim sei die Standspur auf diesen bautechnischen Standard gebracht worden, erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner bei einem Treffen mit Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz am Mittwoch.

"Beim Ausbau wird man dann nur noch eine neue Standspur bauen müssen. Das ist dann deutlich weniger Aufwand", gab Fechner seinen Kenntnisstand wieder. Eine Bemerkung, bei der Benz hellhörig wurde. Denn nach seiner Auffassung komme ein solches Verfahren einem Ausbau der A5 gleich, womit der Bauträger verpflichtet wäre, zeitgleich den Schallschutz für die Gemeinden Mahlberg und Kappel-Grafenhausen zu verbessern. Laut Benz war ihm und Jochen Paleit (Bürgermeister von Kappel-Grafenhausen) noch vor Monaten vom Regierungspräsidium erklärt worden, dass mit der Sanierung keineswegs eine Ertüchtigung der Standspur als Fahrspur angedacht sei und deshalb das Thema Schallschutz erst beim tatsächlichen sechsspurigen Ausbau der A5 zwischen Mahlberg und Teningen auf der Agenda stünde. Benz sieht nun neuen Klärungsbedarf und baut dabei auf die Unterstützung des SPD-Bundestagsabgeordneten.

Zweifel sind inzwischen beim Mahlberger Bürgermeister auch aufgekommen, was den Zeitpunkt für den sechsspurigen Ausbau angeht. Im gültigen Bundesverkehrswegeplan ist der Autobahnabschnitt im weiteren Bedarf mit Planungsrecht eingestuft. Dies bedeutet, dass das
Regierungspräsidium zwar den sechsstreifigen Ausbau planen darf, aber die Baumaßnahme ab 2030 realisiert wird. Benz: "Diese Zeitschiene sehe ich so nicht mehr."