Bereit für den Flashmob

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Mo, 19. August 2019

Grenzach-Wyhlen

Kinderferienprogramm und Klimaschutz passen zusammen.

GRENZACH-WYHLEN (goh). Kids in Grenzach-Wyhlen setzen sich auch in den Ferien für den Klimaschutz ein. "Das habt ihr jetzt ganz schnell gelernt", lobt Petra Hofmann die Kinder, nachdem diese die Choreographie am Stück getanzt haben. "Gleich nochmal", verlangen die Kinder. Die Kids übten mit der Diplom-Schauspielerin und Gloria Fleißner und Lena Funder einen Flashmob zu dem Musiktitel "Hör mal zu" ein.

Der Rap-Song ist ebenfalls im Rahmen des Ferienprogramms mit Jugendlichen aus Grenzach-Wyhlen entstanden. Im Text rufen die Kids zum Klimaschutz auf. Hofmann hat daraus ein Video geschnitten, das sie auf Youtube hochgeladen hat. Beim dreitägigen Workshop trainieren die Kinder einen Flashmob ein, der am 20. September bei den Fridays-For-Future-Demonstration in Lörrach abgehalten werden soll.

Zu dem dreitägigen Workshop haben sich 18 Kinder ab sechs Jahren angemeldet. Am ersten Tag ging es zunächst darum, dass sie sich besser kennenlernen, dann haben sie über das Thema Klimawandel gesprochen und sich schließlich zusammen die Choreographie zu dem Song sowie einen szenischen Einstieg zum Auftakt überlegt, erklärt Hofmann. Für die kleine Szene wurden Rollen verteilt.

Die Idee war, dass ein Streit entsteht und ein unbeteiligtes Kind darin verwickelt wird. Dieses fängt plötzlich an zu schreien, dann setzt die Musik ein. Die Choreographie haben sie zunächst in zwei Gruppen einstudiert. Zum Ende des ersten Tages hatten es alle Kinder schon ganz gut drauf. Den geplanten Probe-Flashmob im Freibad ließ Hofmann aber ausfallen. "So weit sind wir noch nicht", sagte Hofmann. Die Choreographie muss an den beiden kommenden Tagen noch mehr geübt werden.

"Ich mache mit, weil es mir Spaß macht", sagt die siebenjährige Nelle aus Wyhlen. Viel Spaß hat auch Ilja (8) aus Rheinfelden: "Es ist nicht so schwierig. Nur im Rhythmus bleiben, ist schwierig." Die neunjährige Lara aus Wyhlen erklärt, dass die Menschen verstehen sollen, dass sie nicht so viele Abgase machen sollen. "Es gefällt mir gut. Und ich habe gelernt, wenn man übt, sollte man keinen Quatsch machen", sagte Lara. Annika aus Herten (10): "Es wird heißer und das Eis schmilzt. Immer mehr Umwelt wird beschädigt. Wir wollen mehr Menschen dazu bringen, die Erde zu schützen."

Der Song "Hör mal zu" ist online zu finden unter http://mehr.bz/gw-hoermalzu