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Pädagogisch fragwürdig

Grundschüler sollen erst ab Klasse drei Französisch lernen

Susanne Eisenmann, Kultusministerin (CDU) in Baden-Württemberg, will den Fremdsprachenunterricht in der Grundschule deutlich zurückfahren. Dies wird vielerorts bedauert.

  • Lehrerprotest gegen Stuttgarter Pläne Foto: dpa

Es ist zwar noch nichts entschieden, aber die Debatte zum Fremdsprachenunterricht in der Grundschule wird intensiv geführt. Susanne Eisenmann, Kultusministerin (CDU) in Baden-Württemberg, will den Fremdsprachenunterricht in der Grundschule deutlich zurückfahren. So sollen die Kinder nicht mehr in Klasse eins, sondern erst in der dritten Klasse mit dem Fremdsprachenunterricht beginnen. Hintergrund ist der akute Lehrermangel. Die frei werdenden Deputate sollen dem Unterricht in Lesen, Schreiben und Mathe zugute kommen.

Als wissenschaftliche Argumentationsgrundlage dient dem Kulturministerium eine von der Mercator-Stiftung für Sprachförderung unterstützte Studie, die die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Dortmund erstellt haben. Die Wissenschaftler verglichen in den Jahren 2010 bis 2014 das Lese- und Hörverständnis von mehr als 5000 Gymnasiasten, von denen eine Hälfte in der ersten und die andere Hälfte in der dritten Klasse mit dem Englischunterricht begonnen hatte.



Die Studie wurde im Mai 2017 publiziert. Ergebnis: In der fünften Klasse waren diejenigen Kinder besser, ...

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