Gliederfüßer

In Deutschland sterben viele Insektenarten aus

Monika Offenberger

Von Monika Offenberger

Sa, 26. März 2016 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

Experten schlagen Alarm ob des anhaltenden Insektensterbens. Seine Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar – sie könnten uns aber teuer zu stehen kommen.

Wer in den 70er-Jahren mit dem Auto unterwegs war, musste nicht nur häufiger Sprit nachfüllen als heute. Es gab einen weiteren Grund, öfter mal anzuhalten: Insektenleichen übersäten die Windschutzscheibe. Was man heute von der Scheibe kratzen muss, reicht nicht annähernd an die Mengen von damals heran. Der Rückgang unserer Fluginsekten hat inzwischen dramatische Ausmaße angenommen, warnt der Naturschutzbund (Nabu).

Allein in Nordrhein-Westfalen hat ihre Biomasse in den vergangenen 25 Jahren mancherorts um bis zu 80 Prozent abgenommen. Das zeigen Untersuchungen des Entomologischen Vereins Krefeld, die kürzlich Thema einer Anhörung vor dem Umweltausschuss des Bundestages waren. Experten schlagen Alarm ob des anhaltenden Insektensterbens. Seine Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar – sie könnten uns aber teuer zu stehen kommen.

Die Langzeitstudie der Krefelder Entomologen ist ohnegleichen. Dabei war sie gar nicht als solche geplant. Als Mitte der 80er Jahre ein paar Insektenfreunde ihre Fallen aufstellten, interessierten sie sich zunächst nur dafür, welche Spezies in bestimmten Schutzgebieten vorkommen. Später standen Gebietsvergleiche im Vordergrund. "Man wollte wissen: Was lebt in dieser Wiese hier im Vergleich zur Wiese dort? Oder was bewirkt eine Beweidung durch Schafe oder eine bestimmte Art der ...

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