Der schwierige Weg zurück ins Leben

Erich Krieger

Von Erich Krieger

Mo, 26. Oktober 2015

Breitnau

Der KZ-Zeitzeuge Leon Weintraub vermittelt Lebensmut bei den Timeout-Jugendlichen in Breitnau.

BREITNAU. Eine ungewöhnliche Begegnung: Ein 89- jähriger polnischer Arzt, Jude und KZ-Gefangener mit schrecklichen Lebenserfahrungen, sitzt vor gut 20 Jugendlichen, die alle auf die eine oder andere Weise selbst Probleme mit der Bewältigung ihrer Lebenswirklichkeit haben. Organisiert vom Freiburger Maximilian-Kolbe-Werk besuchte Leon Weintraub das Jugendhilfe Timeout im Hofgut Rössle auf den Nessellachen in Breitnau.

Mit seinem Bericht hält er als einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen die Erinnerung an die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur wach. Er tat dies mit genauem Blick auf seine spezielle Zuhörerschaft: "Ich will meinen Weg zurück ins Leben beschreiben", sagt er und beginnt, über seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen im polnischen Lodz zu erzählen. Er bringt sich selbst das Lesen bei und ist bereits in jungen Jahren begierig, möglichst viel zu lernen.

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